Formen, Farben und Menschen

„Frauen“: Aneli Fiebach erklärt Gaby Meyer, Christina Gillessen und Anja Fehrensen (v. li.) ihr Werk. Fotos: Siebert

Hann. Münden. Werke der Künstlerin Aneli Fiebach sind bis zum 16. Oktober im Kunsthaus in Hann. Münden zu sehen.

Kunst einmal ganz anders, als es die Besucher der Ausstellungen im Künstlerhaus gewohnt sind, ist zurzeit dort zu sehen. Aneli Fiebach aus Staufenberg präsentiert digitale Kunst. Die von ihr am Computer gefertigten Bilder sind sehr unterschiedlich.

Es sind Werke, denen geometrische Formen wie Rechtecke, Quadrate, Dreiecke, Kreise oder Spiralen in vielen Farben zugrunde liegen und die in einer bestimmten Ordnung zusammengefügt sind.

So entsteht aus mehreren Fragmenten, die zusammen geführt werden, etwas Neues. Die Formen der Bilder sind Ausdruck einer lebendigen Kunstrichtung, die sicherlich für manche Betrachter gewöhnungsbedürftig ist. Eines ihrer Bilder mit dem Titel „Hüftschwung“ wurde in der Kunsthalle Messmer in Riegel am Kaiserstuhl erfolgreich ausgestellt.

Doch nicht nur geometrische Formen fertigt Aneli Fiebach auch häuserähnliche Gebilde mit Titeln wie „Anonymität“, „Puls der Zeit“, „Irgendwo brennt immer ein Licht“ oder „Die Wächter“. Letzteres zeigt hinter den Bogenfenstern schemenhaft Gestalten. Es sind aber auch Werke dabei, die Menschen zeigen, beispielsweise fünf Frauen als Fundament einer Gesellschaft. Diese Frauen sind alle in der Familie der Künstlerin wiederzufinden.

Die Autorin Bernadette Eckhart erzählte zur Vernissage am Freitagabend einiges über die Künstlerin und die Bilder. Schon als Kind war die Malerei eine große Leidenschaft für Aneli Fiebach. Sie war aber auch noch anderweitig kreativ tätig, sie nähte gerne.

Als 13-Jährige nähte sie sich ihr erstes Kleid mit der Hand. Ihr Vater war von der Arbeit so begeistert, dass er seiner Tochter eine Nähmaschine schenkte.

Aneli Fiebach lernte den Beruf der Schauwerbegestalterin, mit 27 Jahren studierte sie Industrial Design an der Kunsthochschule Kassel und richtetet danach als Innenarchitektin Bankhäuser ein. Heute widmet sie sich der Digitalkunst und übt den Beruf der Mode-Designerin mit eigenen Kollektionen aus.

Öffnungszeiten: Zu sehen ist die Ausstellung bis Sonntag, 16. Oktober: Mittwoch, Donnerstag und Freitag von 14 bis 17 Uhr sowie am Samstag und Sontag von 11 bis 17 Uhr. (zpy)

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