Ein Bewohner per Drehleiter gerettet

Großeinsatz in Mündener Innenstadt: Erst lauter Knall, dann Feuer

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Hann. Münden. Eine Explosion in einem Haus in der Tanzwerderstraße mitten in der Hann. Mündener Innenstadt hat am Mittwoch gegen 20.10 Uhr Großalarm bei der Feuerwehr ausgelöst.

Aktualisiert um 11.18 Uhr

Wie der Brand im zweiten Obergeschoss des Mehrfamilienhauses an der Tanzwerderstraße in Hann. Münden entstanden ist, ist Bestandteil der laufenden Ermittlungen der Polizei, heißt es in einer Mitteilung der Ordnungshüter am Donnerstagvormittag. Die Gründe seien bislang ungeklärt. Die Polizei in Göttingen gehe bei der Brandursache von einer möglichen Explosion eines Ofens aus, teilte ein Beamter noch am Mittwochabend als erste Einschätzung mit. 

"Nach ersten Schilderungen eines Zeugen soll es kurz zuvor einen lauten Knall gegeben haben", so Polizeisprecherin Jasmin Kaatz. Das Feuer war am Mittwoch gegen 20.10 Uhr ausgebrochen. Als die alarmierte Feuerwehr eintraf, hatten sich die circa zehn Hausbewohner bereits größtenteils gegenseitig informiert und in Sicherheit gebracht. Kaatz: "Nur eine Bewohnerin des dritten Obergeschosses musste mittels Drehleiter aus dem Haus gerettet werden." In dem Fachwerkhaus sind den Angaben zufolge insgesamt sechs Parteien gemeldet.

Die Feuerwehrleute retteten auch zwei Hunde.  

Das Gebäude sei aufgrund von "Brandzehrungen und Rauchgasniederschlag" zurzeit unbewohnbar. Wegen der engen Bebauung wurden drei unmittelbar angrenzende Nachbarhäuser der Tanzwerder- und der Ziegelstraße sofort vorsorglich von der Feuerwehr evakuiert. Die dortigen Bewohner konnten aber kurze Zeit später wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Die Bewohner des betroffenen Hauses wurden zunächst im Rathaus der Stadt Hann. Münden betreut und dann anderweitig untergebracht.

Ersten Informationen zufolge wurde bei dem Brand niemand verletzt. Später stellte sich aber heraus, dass sich eine 31 Jahre alte Frau mit ihren beiden neun und 15 Jahre alten Kindern zur ambulanten Behandlung in die Göttinger Uniklinik begeben hatte. Bei der neun Jahre alten Tochter bestand der Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung, ihr 15-jähriger Bruder zog sich laut Polizei bei einem Sturz beim Verlassen des Gebäudes eine Prellung am Bein zu. Noch in der Nacht wurde die Familie wieder aus dem Krankenhaus entlassen. 

Das stark beschädigte Mehrfamilienhaus wurde von der Polizei für die Untersuchungen zur Brandursache beschlagnahmt und amtlich versiegelt.

Für die Dauer der Löscharbeiten war der Bereich rund um den Brandort weiträumig abgesperrt. Erst gegen Mitternacht wurde die Sperrung der Tanzwerderstraße wieder aufgehoben.

Im Einsatz waren 68 Helfer von Feuerwehr und Rettungsdiensten und ein Seelsorger. Die Feuerwehrleute kamen von den Wehren aus Münden, Gimte, Bonaforth, Hemeln und Wiershausen. Zur Sicherheit war neben der Mündener Drehleiter auch die Drehleiter aus Immenhausen vor Ort. Die im Raum stehende Schadenshöhe von etwa 50.000 Euro wurde am Donnerstag von der Polizei nicht bestätigt.

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