15 Monate alter Schäferhund lag verendet im Garten

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Arman Amoyan mit Alf im Sommer dieses Jahres: Der Schäferhund ist kürzlich verendet. Fraß das Tier einen Giftköder?

Hann.Münden. Arman Amoyan hat einen schrecklichen Verdacht. Er vermutet, dass sein Schäferhund kürzlich in Hann.Münden-Hermannshagen vergiftet wurde.

Der Vierbeiner ist verendet. „Er hat mich noch angeschaut, die Augen verdreht, ist umgefallen und war tot." Alf, so der Name des Deutschen Schäferhundes, wurde nur ein Jahr und drei Monate alt. Amoyan fragt leicht verbittert: Wer tut so etwas?"

Es war an einem Samstagmorgen, als Arman Amoyan Alf in den Garten ließ, seine Mutter wollte etwas später mit dem Hund spazieren gehen. Als der 22-Jährige seinen Hund rief, kam er an, ließ sich noch die Pfoten abtrocknen und starb dann vor den Augen seines Besitzers. Ob er einen Giftköder am Abend vorher oder erst am Morgen zu sich genommen hat, weiß der junge Mann nicht.

Die Nacht jedenfalls habe der Vierbeiner in Ruhe verbracht. Einige Tage vorher war Arman Amoyan mit Alf noch bei der Tierärztin zur Routineuntersuchung gewesen, Herz, Kreislauf und Blutwerte waren in Ordnung.

Der Besitzer wollte bei der Polizei Anzeige erstatten, doch da habe man ihm gesagt, das bringe nichts. Einen Verdacht haben die Amoyans schon. Von einem Menschen in der Nachbarschaft sei Alf schon als neunwöchiger Welpe getreten worden mit den Worten, „wenn mich der Köter nochmal anspringt, bringe ich ihn um“.

„Ich will aber niemanden ohne handfeste Beweise beschuldigen, das wäre unfair“, meint der Hundebesitzer. Nun hofft die Familie, dass irgendjemand etwas beobachtet hat und dies melden wird. Alf habe nie viel gebellt, niemanden belästigt oder sei sonst auffällig gewesen. Nachbarn bestätigen, dass der Schäferhund sehr gut erzogen war, immer gehorcht hat und ein angenehmes Wesen zeigte.

Für die Familie sei das eine echte Tragödie gewesen. Denn Alf war ein Familienmitglied. „Besonders schlimm hat es meine Mutter getroffen, wir mussten den Notarzt rufen, sie ist an dem Tag zusammengebrochen und musste ins Krankenhaus gebracht werden." Nun würde sie nur noch von dem Hund reden.

Der junge Mann berichtet von weiteren Vergiftungen von Katzen in Hermannshagen und ein Hundebesitzer soll in seinem Garten Giftköder gefunden haben. Er geht davon aus, dass Tiere gezielt vergiftet werden und bittet andere Tierbesitzer um erhöhte Aufmerksamkeit, besonders im Bereich Begemannstraße, oberer Wiershäuser Weg und Altenheim. Denn dies möchte er anderen Tierliebhabern ersparen. Auf eine Obduktion verzichtet der Hundebesitzer. Die sei mit rund 1000 Euro zu teuer. Auch der Tierschutzverein Münden hat auf seiner Homepage den Fall geschildert und Tierhalter gewarnt.

Der Polizei in Hann. Münden sind Vergiftungsfälle aktuell nicht bekannt, sagt Hauptkommissar Hagen Riese.

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