Schwere Anschuldigungen gegen Geschäftsleitung

Haus der Heimat in Hedemünden: Staatsanwalt ermittelt noch

Haus der Heimat in Hedemünden: In der Einrichtung werden chronisch und psychisch kranke Menschen betreut. Vorn ist der Altbau zu sehen, dahinter der Neubau. Archivfoto: Maaß

Hedemünden. Die Ermittlungen gegen die Geschäftsführung der Haus der Heimat GmbH in Hedemünden wegen des Verdachts der Untreue dauern an. Einer von zwei Untreue-Vorwürfen ist ausgeräumt.

Das Unternehmen ist Betreiberin von Facheinrichtungen für chronisch und psychisch kranke Menschen, eine dieser Einrichtungen ist das Haus der Heimat in Hedemünden.

Ein Untreue-Vorwurf betrifft die Verwendung des Taschengeldes der Patienten, diese Anschuldigung gegen die Geschäftsleitung stehe noch im Raum, so der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Oberstaatsanwalt Frank-Michael Laue, auf Nachfrage der HNA. Der Geschäftsführung werde zur Last gelegt, mit Taschengeld der Patienten unsachgemäß umgegangen zu sein. Und zwar soll, so der Vorwurf, Taschengeld nicht auf ein gesondertes Patientenkonto, sondern auf ein Firmenkonto überwiesen und darüber nicht korrekt Buch geführt worden sein.

Um diese Anschuldigung aufzuklären, werte die Polizei in Göttingen derzeit umfangreiche Unterlagen aus.

Der zweite Untreue-Vorwurf betrifft die Abrechnung von Einkauftrainings und Ausflügen mit den Bewohnern des Heims. Hier gebe es keinen Anhaltspunkt für eine strafbare Handlung, sagte der Oberstaatsanwalt. Der Vorwurf lautet, so genannte tagesstrukturierende Maßnahmen (Ausflüge, Einkaufstraining) seien von der Geschäftsleitung mit dem Kostenträger abgerechnet worden, hätten aber nicht in dem angegegebenen Umfang stattgefunden.

Der Anwalt der Geschäftsführung der Haus der Heimat GmbH erklärte, es handele sich um ein schwebendes Verfahren, zu dem er keine Stellung nehme.

Nach Beschwerden über die Personalsituation im Haus der Heimat habe die Heimaufsicht des Landkreises am 18. Dezember vorigen Jahres und am 11. Januar weitere Prüfungen vorgenommen, sagte die stellvertretende Sprecherin des Landkreises Göttingen, Andrea Riedel-Elsner: „Hier befinden wir uns im Prüfverfahren, es gibt eine Fristverlängerung bis zum 25. Januar.“ 

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