Kaliabwässer: Weserbund lehnt Salzwasserleitung ab

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Klaus Wedemeier

Nienburg/Hann.Münden. Der Weserbund e.V., Bremen, lehnt die vom Kasseler Unternehmen K+ S Kali GmbH geplante Salzwasser-Pipeline an die Oberweser ab.

Bei der Mitgliederversammlung des Verbandes am Mittwoch in Nienburg erklärte der Vorsitzende, der ehemalige Bremer Bürgermeister Klaus Wedemeier: „Eine Einleitung von Salzabwasser aus der Kaliproduktion über eine Fernleitung in die Oberweser stellt keine Lösung der Probleme dar, sondern verlagert sie nur von der Werra an die Weser. Erforderlich sind grundsätzliche Lösungen, die zu einer nachhaltigen Verbesserung der Situation beider Flüsse führen. Eine Einleitung der Abwässer in Werra und Weser oder eine Versenkung in den Untergrund sind nicht akzeptabel.“

Wedemeier appellierte an die Bundeländer an der Weser, bei der noch für März geplanten Beschlussfassung über einen „Masterplan Salzreduzierung“ die bislang noch vorgesehene Möglichkeit zum Bau einer Salzpipeline an der Oberweser ersatzlos zu streichen. „Die Länder sind spätestens jetzt gefordert, endlich für ein Ende der Belastung von Werra und Weser durch Salzabwasser zu sorgen“, forderte der Vorsitzende des Weserbundes. Der Verband versteht sich als Lobby der Weser und ihrer Regionen.

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