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Kleinstes Feuerwehrauto Südniedersachsens: Ossenfeld bekommt neuen Wagen

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Von: Bettina Sangerhausen

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Ossenfeld/Altkreis Münden. Was in Rheinland-Pfalz schon genormt zum Alltag gehört, hat jetzt in Südniedersachsen Premiere: Die Löschgruppe Ossenfeld ist mit einem Gerätewagen Tragkraftspritze (GW-TS) ausgerüstet worden.

Dabei handelt es sich um den kleinsten Gerätewagen, den die Feuerwehren aufzubieten haben.

Der Kastenwagen ersetzt den in die Jahre gekommenen Anhänger, auf dem Tragkraftspritze und Ausrüstung bisher transportiert wurden - gezogen von einem Trecker.

Das neue Fahrzeug ist nicht nur schneller als ein Trecker und wendiger als das Gespann, es können auch immerhin zwei Feuerwehrleute mitfahren.

Ob es das erste Fahrzeug dieser Art in Niedersachsen ist, vermag Samtgemeindebrandmeister Carsten Beuermann nicht mit Sicherheit zu sagen, auf jeden Fall ist es das einzige in Südniedersachsen. Verschiedene Feuerwehren aus der Region hätten sich bereits gemeldet, um das GW-TS in Ossenfeld zu besichtigen.

Tatsächlich kann es für kleinere Ortsfeuerwehren oder Löschgruppen interessant sein, die bisher mit dem

Alles kompakt verstaut: Im kleinen Gerätewagen Tragkraftspritze findet mehr Platz, als man meint – hier Peter Wichner, Löschgruppenführer in Ossenfeld, am neuen Fahrzeug.
Alles kompakt verstaut: Im kleinen Gerätewagen Tragkraftspritze findet mehr Platz, als man meint – hier Peter Wichner, Löschgruppenführer in Ossenfeld, am neuen Fahrzeug. © Sangerhausen

traditionellen Tragkraftspritzenanhänger arbeiten. In den Dörfern stünden inzwischen auch immer weniger Trecker zur Verfügung, die die Anhänger ziehen könnten. Da ist der kleine Gerätewagen eine Alternative, wenn der Anhänger ausgemustert werden muss. Das Auto ist so kompakt, dass es in der Regel auch in die vorhandenen älteren Feuerwehrgaragen passt. Und wenn nicht, genügt eine Standard-Fertiggarage als Unterstellplatz. In Hann. Münden haben alle Ortsteile noch genügend Leute, um eigenständige Feuerwehren zu besetzen, sagt Stadtbrandmeister Dieter Röthig, daher komme ein GW-TS hier nicht in Betracht. In Staufenberg müssen die Fahrzeuge Wasser mitführen, weil nicht überall die Löschwasserversorgung sichergestellt ist, so Gemeindebrandmeister Stefan Kuhn. Varmissen hingegen wäre der nächste Kandidat für ein GW-TS.

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