Krankenhaus-Krise in Münden: „Vorzeitige Fusion der Kliniken nötig“

Hann.Münden/Hannover. Die beiden Krankenhäuser in Hann. Münden vorzeitig unter ein Dach zu bringen - das des Klinikums Hann. Münden - sei aus wirtschaftlichen Gründen zwingend erforderlich, sagt Insolvenzverwalter Dr. Rainer Eckert (Hannover). Er halte es seitens der Politik für „anmaßend", von einer überstürzten Einhäusigkeit zu sprechen.

Eckert reagiert damit auf den Offenen Brief von Mündens Bürgermeister Harald Wegener an Niedersachsens Sozialministerin Cornelia Rundt. Darin hatte Wegener im Namen des Netzwerks „Zukunft der Gesundheitsversorgung in Hann .Münden“ die Ministerin gefragt, ob die „überstürzte Herstellung der Einhäusigkeit noch in diesem Jahr aus Ihrer Sicht durchführbar beziehungsweise mit Ihrem Hause abgestimmt ist?“

Beide Krankenhäuser, betont Eckert, seien bereits über eine längere Zeit nicht ausreichend belegt. Das Krankenhaus Hann. Münden fahre seit Monaten Verluste ein, die ohne Zukunftsperspektive von der Arbeiterwohlfahrt Gesundheitsdienste - und damit im Ergebnis der Gläubigerschbaft - nicht mehr ausgeglichen werden können und dürfen. Nur mit der vorgezogenen Einhäusigkeit könne die stationäre Gesundheitsversorgung in Hann. Münden, einschließlich der Grundversorgung, bis zum Abschluss der Verkaufsverhandlungen sichergestellt werden. (kri)

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