Leere Häuser in Mündens Altstadt: Kokon antwortet nicht

Fachwerkhäuser in unterschiedlichem Pflegezustand: Blick in die Burgstraße in hann. Münden. Archivfoto: Sangerhausen

Hann. Münden. Die Firma, in deren Besitz mehrere leer stehende Fachwerkhäuser in Mündens Altstadt sind, reagiert nicht auf Anfragen.

Weder die Kokon Verwaltungs- und Grundstücks GmbH und Co. KG noch die Kokon Verwaltungs GmbH haben bisher auf die Fragen der HNA geantwortet. Wir wollten wissen: Ist der Sitz der beiden oben genannten Firmen aktuell Bad Orb oder die Gemeinde Jossgrund? Bezogen auf die denkmalgeschützten, ungenutzten Fachwerkhäuser in der Innenstadt von Hann. Münden: Warum lassen Sie die Häuser leer stehen? Wie hoch ist der Sanierungsbedarf?

Nach Einschätzung von Karl-Herbert Haas wären die Wohnungen mit einer Investition von einigen Tausen Euro bezugsfertig. Warum werden sie dann nicht hergerichtet und vermietet?

Haben Sie diese Häuser bzw. einen Teil davon dem Landkreis Göttingen angeboten, damit dieser dort Flüchtlinge unterbringen kann? Wenn ja: Wie lautete die Antwort der Kreisverwaltung?

Die Kokon muss für das Haus Lange Straße ein Sanierungsgutachten erstellen lassen. Dazu gibt es auch ein Gerichtsurteil des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg aus dem Jahr 2012. Warum lassen Sie dieses Gutachten nicht erstellen?

Ist die Kokon noch oder wieder interessiert daran, die Häuser zu verkaufen?

Oder hat die Kokon andere Pläne damit?

Diese Fragen gingen Ende Juli an die E-Mail-Adresse des Versicherungsbüros „Haas und Sohn“, da die Kokon keine eigene Mailadresse habe, so lautete die Auskunft von Karl-Herbert Haas. Karl-Herbert Haas ist laut eigener Aussage „Rentner“ und habe mit der Kokon nichts mehr zu tun. Er nannte Claudia Haas als Prokuristin und Ansprechpartnerin für die Kokon GmbHs.

Claudia Haas, die Montag in Hann. Münden war, bestätigte auf persönliche Anfrage den Eingang der Mail, sie wolle aber auf die Fragen nicht antworten, sagte sie. Auf die Bitte, die Fragen an den Geschäftsführer, Eppo Haas, weiterzuleiten, verwies sie auf ihren Mann, Karl-Herbert Haas, der besser wisse, wo sich der Geschäftsführer derzeit aufhalte und wie man ihn erreichen könne.

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