Band tritt am 21. Oktober beim Konzert Rock for Tolerance in Münden auf

Lost Brian aus Hann. Münden: Rockmusik mit Anspruch

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Lost Brian ist eine der vier Bands, die bei Rock for Tolerance auftreten (von links): Kirsten Kuke, Daniel Koch und Kilian Österreicher.

Hann. Münden. Lost Brian ist eine der vier Bands, die beim Konzert Rock for Tolerance am 21. Oktober in Münden auftreten.

Eine ehemalige Schulband erobert die Rockbühne: Kirsten Kuke (Drums) und Daniel Koch (Gitarre und Gesang) gehörten bis 2013 einer Schulband des Grotefend Gymnasiums in Hann. Münden an.

Danach holten die beiden Musiker den Bassisten Kilian Österreicher ins Boot, um Lost Brian zu gründen. Kuke, Koch und Österreicher kannten sich bereits zuvor aufgrund ihrer gemeinsamen Schulzeit.

Lost Brian steht für Alternative Rock, der melodisch von Greenday und den Red Hot Chilli Peppers inspiriert wurde. Die Gruppe versteht sich selbst als politische Rockband. In ihren meist selbstgeschriebenen Texten setzen sich die Musiker mit der Flüchtlingspolitik, der Bankenkrise und auch Edward Snowden auseinander.

„Ich habe den Eindruck, dass es gegenwärtig wichtig ist, ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen.“

Dabei gelingt der Gruppe der Spagat zwischen musikalischem und textlichem Anspruch. Im Song „Without a Penny And a Cent“ thematisiert die Band die Probleme des amerikanischen Sozialsystems. Außerdem beschäftigt sich das Lied fast beiläufig auch mit Hoffnungslosigkeit und Einsamkeit.

In „No Flag“ thematisiert Lost Brian die Internationalität von Terrorismus. Der Song soll, so Sänger Daniel Fischer, ausdrücken, dass „keine Flagge dieser Welt das Töten von Unschuldigen rechtfertigen kann.“

Jedes Jahr spielt die Band etwa zehn bis 20 Konzerte. Lost Brian probte zunächst in Räumen des Geschwister-Scholl-Hauses in Hann. Münden, seit einiger Zeit nutzt die Band einen Probenraum auf dem Gelände der früheren Kurhessenkaserne.

Die Teilnahme am Rock for Tolerance am 21. Oktober ist für die Gruppe kein Auftritt wie jeder andere. „Ich habe den Eindruck, dass es gegenwärtig wichtig ist, ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen“, führt die Drummerin der Band, Kirsten Kuke, aus. Auch für Sänger Daniel Koch ist es wichtig, einen aktiven Beitrag gegen Rechtsradikalismus zu leisten. Koch ist auch an der Ausstellung über soziale Projekte im Rahmen des Rock for Tolerance im Geschwister- Scholl- Haus beteiligt.

Als vor einem Jahr erstmals die Idee eines Konzerts für Toleranz aufkam, war die Band schnell von der Idee überzeugt.

Das Festival:

Das Festival „Rock for Tolerance“ findet am Freitag, 21. Oktober, im Geschwister-Scholl-Haus in Hann.Münden statt. Einlass zum Konzert ist um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Neben dem Musikkonzert werden sich Initiativen im Geschwister-Scholl-Haus repräsentieren, die sich in der Flüchtlingsarbeit engagieren. Rock for Tolerance wird unter anderem durch das Bundesprogramm Demokratie erleben des Bundesfamilienministeriums gefördert.

Die Schirmherrschaft für das Konzert hat Mündens Bürgermeister Harald Wegener übernommen.

Von Matthias Braun

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