Ein Mangelhaft für Mündener Politiker

Gut besucht: Rund 40 Jugendliche waren am Mittwochabend ins Geschwister-Scholl-Haus gekommen, um sich über die Kommunalwahl zu informieren und um das Zwischenergebnis einer Umfrage zum Leben von jungen Leuten in Hann. Münden zu erfahren. Foto: Maaß

Hann. Münden. Junge Leute in Hann. Münden fühlen sich von den Kommunalpolitikern zu wenig beachtet. Auf die Frage, wie stark ihre Wünsche und Interessen von den Politkern ernst genommen werden, gaben sie ihnen die Note 4,5 – also mangelhaft.

Das ist ein Ergebnis von den bisher abgegebenen Beurteilungen beim sogenannten „GlüXtest“. Dabei handelt sich um eine anonyme Umfrage zur Kommunalwahl, mit der der Landesjugendring Niedersachsen zusammen mit lokalen Partnern junge Menschen vor Ort befragt, wie zufrieden sie sie mit ihrer Stadt sind.

Die Aktion läuft noch bis zum 10. September. Wer sich noch daran beteiligen möchte, findet alle Infos dazu auf der Internetseite des Stadtjugendrings Münden (http://www.stadtjugendring-muenden.com/).

Er ist der Partner des Landesjugendrings in Hann. Münden. Für die Wahlveranstaltung „Auf ein Eis mit ... euren Lokalpolitikern“ am Mittwochabend im Geschwister-Scholl-Haus hat Vorstandsmitglied Yannick Stryga (24) die bis dahin abgegebenen Voten von jungen Leute aus Münden ausgewertet. Berücksichtigt hat er dabei nur Teilnehmer, die unter 30 Jahre alt waren.

Hann. Münden insgesamt wird als lebenswert wahrgenommen. Von 101 ausgewerteten Teilnehmern lebten etwa 20 Prozent „sehr gerne“ in der Stadt, 34 Prozent „gerne“ und 23 Prozent „eher gerne“. 19,8 Prozent wohnen demnach „eher ungerne“ in Münden. Die Gesamtnote lag bei 2,6 für Hann. Münden.

Freizeit und Bildung

„Wie zufrieden bist Du mit den Freizeit- und Bildungsangeboten in deiner Stadt?“, lautete ein weiterer Fragenkomplex. Zum Thema „Diskotheken, Konzerte, Kinos, Theater, Kneipen“ gab es die Gesamtnote 4,8 – also mangelhaft. 38,4 Prozent verteilten sogar die Note ungenügend.

Eine bessere Gesamtnote gab es für den Bereich „Sportangebote der Vereine, Schwimmbäder, Bolzplätze ...“. Das Ergebnis war eine drei. 13,1 Prozent gaben sogar die Note sehr gut, 21,2 Prozent die Note gut.

Ein Tag als Bürgermeister

Zum Abschluss gab es die offene Frage: „Wenn Du einen Tag Bürgermeister wärst, welche drei Dinge würdest Du für junge Menschen ändern?“ Dazu gab es unter anderem folgende Antworten:

• „Ausgehmöglichkeiten schaffen, mehr öffentliche Sportplätze schaffen, Perspektiven in der Stadt aufzeigen.“

• „Ein Hallenbad erstellen für ganzjähriges Schwimmtraining. Mehr Ausgehmöglichkeiten. Mehr Veranstaltungen vor Ort.“

• „Mehr Diskotheken, mehr Festivals und einen besseren Treffpunkt für Jugendliche.“

• „Mehr internationale Jugendbegegnungen unterstützen; die Etablierung eines Clubs fördern; mehr Busverbindungen in die weiter außerhalb gelegenen Regionen einrichten.“ (ems)

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