Drei Wohnungen in der ehemaligen Kaffeemühle

In der Mühlenstraße entstehen barrierearme Wohnungen

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Hilmar Franz (links) und Constantin Lechner begutachten die Baustelle des Hauses Mühlenstraße 8.

Hann. Münden. Neue, barrierearme Wohnungen nach dem Motto „so lebe ich in der Stadt" sollen in der Mühlenstraße 8 in Hann. Münden errichtet werden.

Bauherr ist die Familie Stemmer, die bereits sechs Objekte in der Stadt vor dem Verfall gerettet hat.

Zusammen mit der Familie haben Projektleiter Hilmar Franz und Architekt Constantin Lechner (Architekturbüro Rohrer) ein Konzept erarbeitet. Entstehen sollen dort drei 70 Quadratmeter große, weitestgehend barrierefreie Wohnungen mit jeweils drei Zimmern, Küche und Bad. Ein Fahrstuhl wird das Erreichen der Wohnungen erleichtern. „Das Haus soll von Grund auf saniert werden“, sagt dazu Fred Stemmer. Strom, Heizung und Sanitäreinrichtungen werden nach modernsten energetischen Erkenntnissen erneuert. Die Bauanträge bei der Stadt wurden eingereicht. In diesem Jahr sollen die Fassade und das Dach fertig gestellt sowie neue Fenster eingebaut werden. „Wenn alles wie vorgesehen läuft, ist mit der Fertigstellung nächstes Jahr zu rechnen“, hofft Constantin Lechner.

Doch nicht nur neue Wohnfläche soll geschaffen werden, das Bremer Handelshaus, ebenfalls im Besitz der Familie Stemmer, soll erweitert werden. Dort befindet sich das Restaurant „Ketty im Bremer Handelshaus“.

„Mit Ausbau und Inbetriebnahme der Speisewirtschaft Ketty im Bremer Handelshaus vor einigen Jahren und der Erweiterung um die Flächen der Brandruine sowie deren neue Gestaltung als Speiseterrasse stellten wir fest, dass die vorhandene Küche sich inzwischen als zu klein erweist und die Gäste zu lange auf ihre Speisen warten müssen, sehr zum Bedauern beider“, berichtet Fred Stemmer. „Um diesem Rechnung zu tragen, war es der eigentliche Grund, das Haus Mühlenstraße 8 zu kaufen, um so das Gastronomie-Fachwerkdreieck Grill- und Biergarten, Speisewirtschaft und Eismanufaktur-Ketty gegenüber dem Bremer Handelshaus leistungsfähig zu vereinen“.

Die Küche werde in den unteren Bereich verlegt. Die jetzige Küche befindet sich im Obergeschoss. So werde das Haus, wie es im Ursprung gewesen ist, wieder zusammen gelegt.

Geplant ist eine offene Küche, um den Gästen einen Einblick zu gewähren. „Sie sollen das Kochen erleben, und vielleicht kann dort auch Schaukochen veranstaltet werden“, meint Hilmar Franz.

Auch ist vorgesehen, den im Erdgeschoss befindliche Thekenbereich und vorderen Gastraum im Handelshaus mit dem dazu gekauften Gebäude zu vergrößern und zu verbinden.

Durch die Wegnahme der Küche im Obergeschoss gibt es dort mehr Platz für große Gesellschaften, 70 Personen im Innenbereich auf drei Etagen sowie weitere 70 Sitzplätze im Außenbereich.

Großen Wert legt die Familie Stemmer darauf, dass es stets eine enge Abstimmung mit dem städtischen Denkmalpfleger Burkhard Klapp gibt. Ebenso wichtig ist es den Bauherrn, dass die Aufträge an Betriebe aus der Region vergeben werden.

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