Schützen setzen auf das Bogenschießen

Die Shadow Hunters beim Training am Sonntag: Rund 100 Mitglieder hat die Bogensparte des Schützenvereins „Gut Ziel Volkmarshausen“, darunter 30 Jugendliche. Foto: Siebert

Hann. Münden. Schützenvereine kämpfen mit sinkenden Mitgliederzahlen und müssen neue Wege gehen. Ein Angebot heißt Bogenschießen wie beim SV Gut Ziel Volkmarshausen.

Lichtpunkt- und Bogenschießen sind die beiden Hoffnungsträger, auf die die Schützen im Kreisschützenverband Münden bei der Zukunftssicherung bauen. „Damit können wir junge Leute gewinnen“, sagt der Vorsitzende des Kreisschützenverbandes, Roland Seeland aus Hann.Münden.

Die 26 Vereine im Verband zählen nach Angaben ihres Vorsitzenden zurzeit rund 1560 Mitglieder. „Die Entwicklung stagniert“, sagt er. Allerdings ist in einer Reihe von Vereinen eine Überalterung zu beobachten und vor zwei Jahren hat sich der Schützenverein in Escherode aufgelöst.

Damit kann sich der Verband noch glücklich schätzen. Denn in den rund 2500 niedersächsischen Schützenvereinen kämpfen viele um jedes Mitglied.

Stetiger Rückgang 

„Wir haben einen Rückgang von zwei bis drei Prozent im Jahr“, sagt der Geschäftsführer des Niedersächsischen Sportschützenverbandes (NSSV), Ulrich Nordmann. Nordmann vertritt den mit rund 163 000 Mitgliedern größten der drei niedersächsischen Schützenverbände. „Bei uns liegt der Rückgang bei rund 1,7 Prozent.“ Daneben gibt es noch den Nordwestdeutschen Schützenverband mit rund 111 500 Mitgliedern und den Schützenverband Hamburg und Umgebung mit rund 7 500 Mitgliedern, der Teile des südlichen Hamburger Umlandes in Niedersachsen mit umfasst.

Jugendarbeit 

„Wir setzen große Hoffnungen auf die Jugendarbeit“, sagen übereinstimmend der Mündener Roland Seeland und der Landesgeschäftsführer der Schützen. Mit dem Lichtpunktschießen können die Vereine bereits Kinder im Alter von sechs Jahren an erreichen. Mit Luftdruckwaffen darf der Sport erst ab zwölf Jahren betrieben werden. „Da sind viele Kinder längst in anderen Vereinen engagiert“, bedauert Seeland.

Beispiele für eine gute und erfolgreiche Jugendarbeit bei den Schützen sind nach den Worten des Kreisvorsitzende Roland Seeland in einer ganzen Reihe von Vereinen zu finden.

Drei Beispiele: 

• Der SSV Barlissen. In dem rund 330 Einwohner zählenden Dorf gibt es rund 120 Schützen, darunter knapp 30 Jugendliche.

• Die Bogensportabteilung des Schützenvereins SV Gut Ziel Volkmarshausen, die inzwischen rund 100 Mitglieder hat, darunter 30 Jugendliche. Seeland: „Die Abteilung ist sehr auf Zack und verfügt über eine sehr schöne Anlage.“

• Der Mündener Schützenverein 1823, in dem Seeland Kommandeur und damit Vorsitzender ist. Dort wird der Volksjugendkönig beispielsweise mit dem Lichtpunktgewehr ausgeschossen, sagte Seeland.

Alle Vereine vereint, dass sie sich intensiv um ihre Kinder und Jugendlichen kümmern.

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