Umbau des früheren Mündener Krankenhauses im Zeitplan

Baustelle: Das Foto zeigt die Rückseite des kurzen Schenkels des Winkelbaus. Der dazugehörige lange Schenkel ist der ehemalige Bettentrakt parallel zur Burckhardrstraße, hier nicht sichtbar. Die Abbruchspuren an der Hauswand stammen vom abgerissenen OP-Trakt. Das Ziegeldach auf dem Bild rechts gehört zum Kopfbau, der bleibt wie der Winkelbau und das Gartenhaus bestehen. Foto: Krischmann

Hann. Münden. Aus dem früheren Vereinskrankenhaus in Neumünden entsteht eine Flüchtlingsunterkunft und ein Begegnungszentrum.

Bauarbeiter bestimmen seit 1. Juni, dem Start der Umbauarbeiten, das Bild auf dem Gelände des früheren Vereinskrankenhauses (VKH). Der Landkreis Göttingen wird, wie berichtet, das frühere Krankenhaus an der Burkhardtstraße zu einer Integrierten Flüchtlingsunterkunft und Begegnungszentrum umbauen. „Die Arbeiten liegen im Zeitplan“, sagt der Pressesprecher des Landkreises, Ulrich Lottmann.

Der Abbruch des so genannten Zackenbaus, der früheren Gynäkologie, und des OP-Traktes sei abgeschlossen worden; inzwischen sei mit dem Abriss des Gebäudes der Intensivpflege begonnen worden. Parallel dazu laufen die Rohbauarbeiten im Winkelbau an, so Lottmann, und zwar auf den Geschossebenen zwei und drei. Die Räume würden entkernt.

Die Verwaltungsmitarbeiter des Klinikums Hann. Münden, die im Dachgeschoss des Winkelbaus tätig sind, werden spätestens bis Ende des Jahres in das Klinikum am Vogelsang umziehen, teilte Klinikum-Geschäftsführer Florian Friedel mit. Die Krankenpflegeschule bleibe auf dem Areal, in Parterre des Schwesternwohnheims.

Der Kopfbau, der Winkelbau und das Gartenhaus bleiben auf dem Areal des früheren VKH bleiben erhalten, so Landkreis-Sprecher Lottmann.

Die ersten Flüchtlinge werden ab Januar 2017 einziehen, in der Einrichtung in Neumünden sollen im ersten Quartal 2017 zunächst 30 bis 80 Personen untergebracht werden, ab April 2017 dann weitere Flüchtlinge in die dann hergerichteten Wohnungen einziehen. Der Landkreis will maximal 220 Flüchtlinge in Neumünden unterbringen, er hatte die Immobilie für 1,4 Millionen Euro im Februar erworben, nachdem zuvor der Kreistag den Kauf beschlossen hatte.

Beruflich qualifizieren

In den Räumen sollen nach den Vorstellungen des Landkreises Flüchtlinge leben, die deutsche Sprache lernen und sich beruflich qualifizieren. Die berufliche Qualifizierung liegt in den Händen der Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung, GAB, in Zusammenarbeit mit der Industrie- und Handelskammer. Bei den Sprachkursen ist die Volkshochschule Partner.

Aber auch Einwohner des Stadtteils sollen von der Einrichtung profitieren, vor allem mit dem Stadtteil- und Begegnungszentrum. (kri)

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