Während der Winter naht sind Tiere und Autofahrer besonders häufig Gefahren ausgesetzt

Warnung von Wildunfällen

Hann. Münden. Die Jägerschaft im Kreis rät Kraftfahrern zur erhöhten Vorsicht. Frühmorgens und bei anbrechener Dunkelheit kreuzt das Wild die Straßen.

Straßen stellen für Wild keine Grenzen dar, sie sind Teil ihres natürlichen Lebensraumes. Doch gerade jetzt, wenn die Zeitumstellung von Sommer auf Winter naht, sind Tiere und Autofahrer der größten Gefahr ausgesetzt. Somit ist eine verstärkte Aufmersamkeit der Verkehrsteilnehmer gefragt.

Bei Dämmerung unterwegs 

Kreisjägermeister Alfred Ballhausen bittet daher insbesondere Beruspendler, die in der Morgendämmerung oder anbrechender Dunkelheit unterwegs sind, um Vorsicht. „Wildtiere kennen keine Sommer- und Winterzeit“, so Ballhausen, „das dämmerungsaktive Wild ist während ihrer Nahrungssuche in den frühen Morgen- und Abendstunden besonders häufig unterwegs.“

Besondere Gefahrstellen seien Übergangsbereiche von Feld zu Wald und Straßen durch Waldgebiete - auch dann, wenn keine Schilder auf Wildwechsel hindeuten.

Eine vorsichtige Fahrweise würde Unfällen vorbeugen, da die Tiere langsamere Fahrzeuge eher als Gefahr erkennen und Fahrer die Möglichkeit haben, rechtzeitig zu reagieren. Ab einem Tempo von 50 km/h könnten Wildtiere Geschwindigkeiten oft nicht mehr als Gefahr einschätzen.

Außerdem rät Kreisjägermeister Alfred Ballhausen dazu, den Seitenstreifen im Auge zu behalten und größeren Abstand zum Vordermann zu wahren. Gerade bei der herbstlichen Nässe verlängere sich der Bremsweg, was von vielen Verkehrsteilnehmern oft unterschätzt würde.

Kontrolliert reagieren 

Im Falle, dass Wild auftaucht, sollte man: den Fuß vom Gas nehmen, Licht abblenden, kontrolliert bremsen und durch anhaltendes Hupen auf die Gefahr aufmerksam machen, um so die Tiere von der Fahrbahn vertreiben. Autofahrer müssten sich außerdem darauf einstellen, dass einem Wildtier oft weitere Artgenossen folgen.

Rubriklistenbild: © Pleul

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