Förderkreis will Schließung verhindern

Hemelner Schulstreit: Bürocontainer als Klassenraum

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Grundschule Hemeln: Die Stadtverwaltung will den Vorschlag des Förderkreises prüfen, für den gesperrten Klassenraum in der unteren Etage einen Bürocontainer aufzustellen.

Hemeln. Der Förderkreis Grundschule Hemeln hat gestern Morgen der Stadt einen Vorschlag gemacht, um die von Bürgermeister Harald Wegener angekündigte übergangsweise Schließung der Schule doch noch zu vermeiden.

Joachim Mundt, Vorsitzender des Förderkreises, regte in einem Schreiben an den Bürgermeister an, als Ersatz für den wegen mangelnden Brandschutzes gesperrten Klassenraum der Schule einen Bürocontainer zu mieten und aufzustellen.

Mundt hat dazu ein Angebot einer Firma eingeholt, die Bürocontainer vermietet. Die Stadt könne dadurch die Umzugskosten nach Gimte und zurück sparen, meint Mundt. Pro Umzug entstünden Kosten von 4500 Euro.

Bürgermeister Harald Wegener teilte am Donnerstagabend nach der Sondersitzung des Verwaltungsausschusses mit, das Gremium habe beschlossen, für die Schulklasse in der ersten Etage den Vorschlag des Fördervereins für einen Bürocontainer anzunehmen. Sollte diese Möglichkeit seitens der Stadtverwaltung geprüft und machbar sein, würde dies bedeuten, so Wegener, dass die 25 Hemelner Kinder bis zu den Sommerferien 2017 in der Grundschule Hemeln unterrichtet werden. In den Sommerferien würde, vorausgesetzt der Haushalt 2017 ist bis dahin genehmigt, der geforderte zweite Rettungsweg eingebaut. Die Kosten für die Containerlösung wird der Förderkreis der Grundschule Hemeln übernehmen. Nach Angaben von Joachim Mundt sind das eine monatliche Miete von rund 600 Euro sowie die Kosten für Auf- und Abbau.

Der Beschluss des Verwaltungsausschusses bringt Bewegung in die Sache.

Wie berichtet, hatte die Stadtverwaltung am vorigen Dienstag entschieden, die Schule wegen Brandschutzmängeln voraussichtlich ab 21. November zu schließen. Und zwar bis der fehlende zweite Rettungsweg gebaut ist, was möglicherweise im Sommer 2017 der Fall ist, sofern der Rat der Finanzierung zustimmt. Bis dahin sollten die Hemelner Kinder die Grundschule in Gimte besuchen.

Alternative Angebote

Der Förderkreisvorsitzende hatte am Donnerstag ferner dem Bürgermeister und den Mitgliedern des Verwaltungsausschusses und des Rates zwei alternative Angebote unterbreitet: Der Förderkreis sei bereit, sich entweder mit einmalig 10 000 Euro an den Kosten des Brandschutzes zu beteiligen oder er kaufe die Grundschule zum symbolischen Preis von einem Euro und vermiete die Immobilie zu ortsüblicher Miete an die Stadt. Dafür würde der Förderkreis zusichern, das Gebäude in Schuss zu halten. Für die Stadt entfielen Unterhaltungsarbeiten, die Pflege der Außenanlage und die Bezahlung der Reinigungskraft. Lediglich die vier Wochenstunden der Schulsekretärin müsste die Stadt bezahlen.

Mundt betont, eines der beiden Angebote würde der Förderkreis zusätzlich zu den bisher bis zum Jahr 2019 zugesagten 42 000 Euro und den jährlich in Eigenhilfe erbrachten Renovierungsarbeiten leisten. Für dieses Entgegenkommen erwartet der Förderkreis aber die Zusicherung des Stadtrates, dass die Hemelner Schule bis zur geplanten Schulreform sämtlicher Grundschulen der Stadt Hann. Münden Bestandsschutz genießt.

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