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Hoher Schaden bei Feuer in altem Fachwerkhaus in Staufenberg

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Fachwerkhaus
Feuer in altem Fachwerkhaus in Staufenberg

Benterode. Ein 242 Jahre altes Fachwerkhaus mit angebauter Scheune in der Wellebachstraße in Benterode wurde in der Nacht zu Freitag gegen 0.45 Uhr durch ein Feuer zerstört. Das teilte die Polizei mit. Verletzt wurde niemand, das Haus steht seit einem Jahr leer.

Der Schaden beläuft sich nach erster Schätzung auf rund 200.000 Euro.

Die Brandursache ist ungeklärt, die Polizei hat die Ruine beschlagnahmt. Da das Haus stark einsturzgefährdet ist, können es die Brandermittler der Kripo noch nicht betreten. Die Ermittlungen zur Brandursache werden kommende Woche fortgesetzt.

Die Eigentümer wohnen in Kaufungen, sie wurden noch in der Nacht informiert und kamen zum Brandort.

Nachbarn hatten die Feuerwehr alarmiert. Sie hatten einen Knall gehört und dann gesehen, dass der Dachstuhl in Flammen stand. Nach Angaben der Polizei wurde zunächst die Scheune im hinteren Teil des Grundstücks vernichtet, danach griffen die Flammen auf das Fachwerkhaus über und beschädigten es erheblich.

Durch herabfallende Ziegel wurden auf dem Nachbargrundstück ein Auto beschädigt sowie durch die Hitzeentwicklung zwei Jalousien im Obergeschoss.

90 Feuerwehrleute aus allen Staufenberger Wehren sowie der Rettungsdienst des ASB waren im Einsatz. Unterstützt wurden die Brandschützer von der Berufsfeuerwehr Kassel, die mit einer Drehleiter anrückte. Ebenso waren Einsatzkräfte des Feuerwehrtechnischen Zentrums Potzwenden vor Ort. Wegen akuter Einsturzgefahr konnten die Einsatzkräfte nicht ins Innere des Hauses, sie löschten von der Drehleiter aus die Flammen, berichtete Staufenbergs Gemeindebrandmeister Stefan Kuhn, der den Einsatz leitete. Die Feuerwehrleute hatten gegen 2.30 Uhr den Brand unter Kontrolle und verhinderten ein Übergreifen des Feuers auf das Nachbarwohnhaus. Einsatzleiter Kuhn lobte das Verhalten der Nachbarn, die sich rechtzeitig in Sicherheit gebracht hätten.

Artikel aktuelisiert um 14.40 Uhr

Mit der von der Gemeinde neu angeschafften Wärmebildkamera gelang es den Feuerwehrleuten, Glutnester in dem verkohlten Gebälk ausfindig machen, sagte Benterodes Ortsbrandmeisterin Tanja Theil.

Probleme mit der Löschwasserversorgung habe es bei dem Einsatz nicht gegeben, erklärte Gemeindebrandmeister Kuhn. Zuletzt hatte es in dem Punkt in Staufenberg Kritik gegeben. (kri/ems)

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