Landeskriminalamt warnt vor vermehrten Spam- und Phishingmails

Hannover. Die Anzahl von Spam- und Phishingmails ist in den vergangenen Monaten deutlich angestiegen, erklärt der Sprecher des Landeskriminalamtes in Hannover (LKA), Frank Federau: „Nicht selten enthalten diese Mails auch Anhänge mit vermeintlichen Rechnungen, Mahnungen oder Lieferbestätigungen.

Aus ganz Deutschland erhält das LKA Niedersachsen aktuell vermehrt Anfragen per Mail, Telefon und über den Ratgeber Internetkriminalität auf www.polizei-prävention.de zu einer offensichtlich massenhaft verschickten Mail.

Diese kursiere im Namen der Firma „Paymentsolution“ im Netz. Hier werde mit wenigen Sätzen behauptet, der Empfänger würde im Anhang seine Rechnung für Februar finden, die nun innerhalb von zehn Tagen zu begleichen sei. Bei einer Nichtzahlung würde, so der Verfasser, ein Inkassounternehmen beauftragt werden, so Federau weiter: „Viele Empfänger sind durch diese Mail verunsichert und klicken den Anhang mit den Namen ,Ihre-Rechnung.exe‘ oder ,Ihre-Rechnung.rar‘ an und führen diesen auch aus, ohne sich der Gefahren der Datei bewusst zu sein.“

Zurzeit beinhaltee diese Datei eine Schadsoftware, die es auf Windows-Computer abgesehen habe. Andere Betriebssysteme wie Android, iOS oder MacOS seien derzeit nicht das Ziel. Federau: „Dies könnte sich jedoch in neuen Mailvarianten zukünftig ändern.“

Nutzer, die die Schadsoftware ausgeführt haben, bekommen dieses oft zunächst nicht mit, da eventuell nur eine Fehlermeldung angezeigt wird. Die Ausmaße einer solchen Schadsoftware können heutzutage vielseitig sein. Vom Abgreifen von Zugangsdaten über die Manipulation von Onlinebanking bis hin zur Fernsteuerung durch die Täter in einem sogenannten Botnet sind möglich. (awe)

Rubriklistenbild: © dpa

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