Schnelles Internet: Planung auf Zielgerade

Landkreis Göttingen. Spätestens im März wird die Planung des schnellen Internet für die Landkreise Göttingen und Osterode vorliegen.

Bis 2018 sollen den Nutzern flächendeckend 30 Megabit pro Sekunde zur Verfügung stehen.

Das berichtet Dieter Olowson, Geschäftsführer des Unternehmens OFP Consulting (Hamburg) auf Nachfrage der HNA. Die Firma ist von den beiden Landkreisen mit der Planung beauftragt. Landrat Bernhard Reuter: „Die Breitband-Strukturplanung wird zeigen, wo Lücken im Breitbandnetz sind, wie wir sie am besten schließen können und was das kostet.“

Wenn die Planungsergebnisse auf dem Tisch liegen, fällt auch die Entscheidung, wie ausgebaut wird. Zwei Modelle gibt es: Glasfaserleitungen bis zu Kabelverzweigern der Telekom und dann mit Telefonkabel zu den Endkunden oder - vermutlich erheblich teurer - Glasfaserkabel direkt zum Endkunden. Die Analyse wird auch Aufschluss geben, ob die Landkreise selbst investieren, ein Netz aus Leerrohren bauen und es anschließend an Betreiber vermieten, die die Rohre mit Glasfaserkabel füllen. Die Alternative lautet: Bau und Betrieb des Netzes auszuschreiben und dem wirtschaftlichsten Angebot den Zuschlag zu geben.

Eigentlich wollte OFP schon im Januar mit der Bedarfsanalyse fertig sein, geänderte Planungsvorgaben durch die Politik in Bund und Land hätten jedoch zusätzliche Arbeit erforderlich gemacht, so Geschäftsführer Olowson. Die wichtigste Änderung, vorgegeben vom Land: Privathaushalte und Firmen sollen bis zum Jahr 2018 flächendeckend mit mindestens 30 Megabit pro Sekunde (MBit/s) ausgestattet werden. Bei der Vergabe der Planung im Frühjahr waren noch 25 MBit/s die Zielmarke. Flächendeckend bedeutet: Mindestens 95 Prozent der Bevölkerung sollen mit schnellem Internet versorgt werden, für die verbleibenden fünf Prozent, bei denen dieses technisch oder wirtschaftlich nicht möglich ist, müssen Alternativen, zum Beispiel Richtfunk, geprüft werden. (kri)

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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