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Das Gremium war der Auffassung, dass der Sollingdichter durch seine Verstrickung mit dem Nationalsozialismus kein Vorbild sein kann für junge Leute in einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft. Vor allem die Quellenanalyse des Göttinger Literaturwissenschaftlers Prof. Frank Möbus habe gezeigt, dass Sohnrey ein Wegbereiter des Nationalsozialismus gewesen ist.
Mit diesem Beschluss folgte der Ausschuss einem Antrag des Mündener Bürgers Friedhelm Schäfer vom Mai sowie einem Antrag der Schulgemeinde vom September.
Schäfer hatte den Anstoß gegeben mit der Bitte an den Landkreis, die Schule umzubenennen. Er hatte das damit begründet, dass Sohnrey durch seine Nähe zum Nazi-Regime nicht Namensgeber einer demokratischen und freiheitlichen Schule sein könne.
Schuldezernent Franz Wucherpfennig sagte, am nächsten Dienstag werde der Kreisausschuss über die Empfehlung des Schulausschusses beraten.
Sollte der Kreisausschuss dem Vorschlag folgen, werde die Realschule ab 1. Dezember nicht mehr den Namen Sohnrey tragen. (kri)
































