Im Juni gab drei Wetterphasen: erst trocken und warm, dann kühler und schließlich heiß mit Unwettern

Sommer startet warm und feucht

Altkreis Münden. Mit einer Mitteltemperatur von 17,1 Grad Celsis (˚C) fiel der Juni um 1,2 Grad wärmer aus als der durchschnittliche Junimonat der vergangenen 10 Jahre und war damit nach 2003 (18,6˚C) und 2007 (17,2˚C) der drittwärmste Monat seit Aufbau der Station in Landwehrhagen im März 1997.

Der Witterungsverlauf dieses Monats lässt sich in drei Phasen unterteilen. Nach einem eher feuchtkühlen Monatsbeginn setzte sich ab dem 3. trockenes und warmes Sommerwetter durch. Bis zum 10. schien die Sonne meist von einem nahezu wolkenlosen oder nur leicht bewölkten Himmel und die Höchsttemperaturen lagen auf hochsommerlichem Niveau. Zu Niederschlag kam es in diesem Zeitraum nicht, so dass sich die in unserer Region gebietsweise schon seit Wochen anhaltende Trockenheit noch weiter verschärfte.

Abkühlung und Schauer

Ab dem 12. dominierte dann zunehmender Tiefdruckeinfluss unser Wetter und mit einer südwestlichen Strömung gelang deutliche kühlere Meeresluft in unsere Region. Dabei kam es wiederholt zu Schauern und Gewittern, diese hatten lokal auch unwetterartigen Charakter.

Ab dem 20. drehte dann die Strömung auf südliche Richtungen und erstmals in diesem Jahr gelangten (kurzfristig) wirklich heiße Luftmassen in unseren Bereich.

Über dreißig Grad

Mit 33,4˚C wurde am 23. das Monatsmaximum erreicht, es gehört zu den bisher höchsten Temperaturen, die im Juni an der Station gemessen wurden; allerdings bleibt das bisherige Maximum dieses Monats mit 35,2˚C vom 19. Juni 2013 unerreicht.

Die sehr warme Luftmasse war allerdings recht feucht und am 24. kam es nachmittags zu unwetterartigen Gewittern mit Starkregen und Hagel. Diese sorgten (wieder einmal) für überlaufende Kanalisationen und vollgelaufene Keller mit den entsprechenden Schäden.

Auch am 25. blieb das Unwetterpotenzial erhalten, an der Station waren die Gewitter aber deutlich schwächer als am Vortag. Bis zum Monatsende blieb es dann recht warm aber auch leicht unbeständig. Trotz der zahlreichen Gewitter blieben wir (zumindest an der Station) von Sturmböen verschont. Die in kurzer Zeit fallenden Starkniederschläge brachten es auf eine Monatssumme von 83,4 Liter je Quadratmeter, das sind 120 Prozent der normalen Monatsmenge. Mit knapp 181 Stunden verfehlte die Sonnenscheindauer ihren Durchschnittswert um etwa sieben Stunden.

Für den Juli sieht es derzeit nicht nach stabilem Sommerwetter aus. Die mäßig warme, aber doch auch wechselhafte Witterung der letzten Junitage wird sich voraussichtlich in der ersten Julihälfte weiter fortsetzen. (zkn)

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