Trotz lokaler Schäden gute Ernte erwartet

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Hagelschäden: Unser Bild zeigt ein mit Ackerbohnen bestelltes Feld bei Volkmarshausen nach einem Hagelsturm Ende Mai.

Hann.Münden/Staufenberg/Dransfeld. Die Landwirte in der Region erwarten eine gute Getreideernte - von einer Rekordernte mag jedoch zu diesem Zeitpunkt noch niemand sprechen.

„Ob Weizen, Raps, Gerste, Mais oder Zuckerrübe - was wir derzeit draußen auf den Feldern sehen, sieht gut aus. Aber wir haben noch ein paar Wochen bis zum Abschluss der Ernte - und diese muss erstmal trocken eingebracht werden“, relativiert Achim Hübner, Geschäftsführer beim Landvolk Göttingen.

Die Saaten hätten den milden Winter gut überstanden sowie das kritische Frühjahr: Statt einer ausgeprägten Frühsommertrockenheit wie in den vergangenen Jahren gab es in diesem Jahr nur eine kurze Trockenphase im April. Im Mai und vor allem im Juni habe es aber ausreichend geregnet, sodass die Bestände auf den Äckern gut mit Wasser versorgt werden konnten.

Der Regen der vergangenen Wochen brachte aber auch Nachteile mit sich: „Die Feuchte führt in Kombination mit der Wärme zu einem erhöhten Infektionsrisiko durch Pilzerkrankungen an den Feldfrüchten“, erklärt Hübner, Qualitätseinbußen seien mögliche Folgen.

Darüber hinaus habe der teils als Unwetter niedergehende Niederschlag auch zur Folge gehabt, dass es auf den Äckern lokal starke Hagelschäden gab sowie komplette Gersten- und Weizenbestände regelrecht umfielen.

Die Ernteaussichten bestätigte auch Moritz zu Dohna-Schlodien beim traditionellen Vorerntegespräch der VR Bank in Südniedersachsen, zu der 200 Landwirte aus der Region in die Stadthalle Dransfeld kamen. Der Leiter des Warengeschäftes der VR-Bank sprach von „grandiosen Beständen“ auf den Feldern und erwarte eine gute bis sehr gute Ernte. Da aber die weltweit vermutlich größte Ernte, die es je gab, eingefahren werde, sei kein Anstieg der immer noch niedrigen Preise für Getreide und Raps zu erwarten.

Von Christian Mühlhausen

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