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Nach stundenlanger Sperrung: A7 wieder frei

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Lutterberg. Wegen Bergungs- und Aufräumarbeiten nach einem Lkw-Unfall mit Gefahrgut zwischen Lutterberg und Hedemünden war die Autobahn 7 seit der Nacht bis Mittwoch, 13.30 Uhr, in Fahrtrichtung Nord voll gesperrt.

Der Stau betrug zwischenzeitlich bis zu zwölf Kilometer. Auch auf den Umleitungsstrecken im Raum Münden gab es erhebliche Behinderungen.

Der Unfall, bei dem niemand verletzt wurde, hatte sich gegen 0.35 Uhr ereignet. Der 47-jährige Fahrer des Lkw aus Pinneberg war mit seinem Lastwagen nach rechts von der Fahrbahn abgekommen, weil ein Reifen geplatzt war.

Die Aufräumarbeiten waren aufwändig, weil nach Polizeiangaben Diesel ausgelaufen war und der Lkw Säcke mit einem

Aktualisiert um 15.13 Uhr

gesundheitsschädlichen Granulat geladen hatte. Es handelt sich dabei um Paraformaldehyd-Granulat. Bei der Bergung des Sattelzuges trat aus einem der Säcke, es handelt sich um sogenannte Bulkbags, in denen das Paraformaldehyd-Granulat transportiert wurde, eine geringe Menge des Granulates aus.

Daraufhin wurden ein Sachverständiger, die untere Wasserbehörde und der Umweltfeuerwehrzug des Landkreises Göttingen zur Unfallstelle gerufen. Die Einsatzkräfte füllten das Granulat in andere Transportbehälter um. Eine unmittelbare Gefahr für die Bevölkerung habe nach Angaben der Polizei nicht bestanden.

Granulat reagiert mit Wasser

Paraformaldehyd-Granulat, so Albert Bürmann, Leiter der Umweltfeuerwehr des Landkreises Göttingen und Einsatzleiter vor Ort, könne giftige, reizende Dämpfe entwickeln, wenn es in Brand gerate oder mit Wasser in Berührung komme. Deshalb habe sich die Feuerwehr auch beeilt, weil mit Regen gerechnet werden musste. Es habe die Sorge bestanden, dass beim Umladen einer der Behälter reißen könnte. Insgesamt war der Lkw mit etwa 20 Tonnen Granulat beladen. Bei dem Unfall wurde der Tank des Lkw beschädigt.

Da ein Teil des ausgelaufenen Diesel-Kraftstoffes ins Erdreich gesickert war, musste die Böschung entsprechend ausgebaggert werden. Im Einsatz waren unter anderem mehrere Ortsfeuerwehren aus Staufenberg sowie Einsatzkräfte aus Hann. Münden und Gimte. (ems)

Bilderstrecke: Fotos von der Unfallstelle

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