Für den Wald von morgen: Schüler sammelten Saatgut

Jugendwaldeinsatz : Vorarbeiterin Angelika Vogeley, Mika Stegmann, Larissa Haas und Florian Eggert beim Ernten der „Vogelbeeren“ im Jugendwaldeinsatz. Foto: nh

Hann. Münden. Wer jetzt mit offenen Augen durch den Wald geht, dem fallen besonders die rot leuchtenden „Vogelbeeren" auf, die Früchte der Eberesche (Sorbus aucuparia), beschreibt es Jennifer Sechtling, Leiterin im Waldpädagogikzentrum Göttingen, Haus Steinberg. Auf diese hatten es in diesen Tagen Schülerinnen und Schüler der Klasse Meteor D von der IGS Oyten abgesehen. Sie sammelten im Jugendwaldeinsatz gut 50 Kilogramm der Früchte.

Damit sorgen sie mit für den Wald von morgen: Die kostbare Ernte werde in der Forstsaatgutberatungsstelle Oerrel für die Anzucht dieser Bäume verwendet. Später sollen die Pflanzen wieder zum Beispiel zur Waldrandgestaltung in die Wälder eingebracht werden.

Früh morgens los

„Unglaublich, wie viele neue Bäume hieraus wieder entstehen werden!“ staunten Mika und Florian, die mit Hochastungssägen und Helmen ausgestattet früh morgens mit ihrer Arbeitsgruppe in das Revier Oberode aufbrachen. Die Klasse war für zwölf Tage im Waldpädagogikzentrum Haus Steinberg für ihr Forstpraktikum untergebracht. Die Einrichtung wird von den Niedersächsischen Landesforsten und dem Forstamt Münden betrieben.

„Solche Aufträge freuen uns, denn es sind sinnvolle Tätigkeiten mit denen wir einen guten Beitrag für den Wald mit dem Jugendwaldeinsatz leisten können“, so Jennifer Sechtling. „Wir müssen nur darauf achten, dass die Bäume auch gebietseigen sind. Dazu ernten wir in Flächen, in denen Bäume vorkommen, die als Generhaltungsbäume bei uns gelistet sind.“

Die Eberesche, die gerne als Pionierbaum in ganz Mitteleuropa lichte Waldränder und Freiflächen besiedelt, habe mit der gemeinen Esche übrigens nichts zu tun, sondern gehöre botanisch gesehen zu der Familie der Rosengewächse. Besonders Vögel, Füchse, Dachse oder Nagetiere erfreuten sich dieser Früchte, denn sie zählen zu ihren wichtigsten Nahrungsquellen im Herbst. Durch die Aufnahme der Beeren werde die Verbreitung dieser Baumart gefördert. (tns)

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