Stromerzeugung: Studie der TU Braunschweig - Test im Kreis

Wasserkraft hat großes  Potenzial zur Stromerzeugung in der Region

Hann. Münden. Die Stromerzeugung durch Wasserkraft soll deutlich an Bedeutung gewinnen. Nach einer Studie der Technischen Universität Braunschweig liegt im Landkreis Göttingen für den Ausbau dieser umweltfreundlichen Energiegewinnung das größte Potenzial in Niedersachen.

Für den Fall der vollständigen Nutzung der Möglichkeiten könnte die Stromgewinnung im Landkreis Göttingen zu 40 Prozent aus Wasserkraft erfolgen, sofern gleichzeitig circa 30 Prozent eingespart werde, wie der vor wenigen Tagen aus dem Amt geschiedene Landrat Reinhard Schermann erklärt. Das Potenzial für Wasserkraftanlagen zur Stromerzeugung liege landesweit bei 10 bis 15 Prozent.

Das Planfeststellungsverfahren für den Bau einer Pilotanlage der weiterentwickelten Wasserradtechnologie in Bannetze an der Aller (Landkreis Celle) sei abgeschlossen. Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander habe seine volle Unterstützung zur Finanzierung des Vorhabens zugesagt.

Nach einer erfolgreichen Erprobung der Pilotanlage im Kreis Celle soll ein Marktreifetest mit mehreren Kraftwerken erfolgen. Dieser Test werde wegen der guten Voraussetzungen im Landkreis Göttingen ablaufen, so Schermann. Hann. Münden, die Stadt an den drei Flüssen, scheint besonders ggeeignet zu sein, um Wasserkraftpotenziale besser auszuschöpfen.

Rund 140 Millionen Kilowattstunden Strom werden in Münden und seinen Stadtteilen jährlich verbraucht. Etwa 17 Millionen Kilowattstunden werden durch Wasserkraft gewonnen.

Wie der Geschäftsführer der Versorgungsbetriebe Hann. Münden, Werner Pfütz, auf Anfrage der HNA erklärt, werden etwas mehr als 20 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr in Münden selbst produziert. Und das Ziel ist klar: Der Anteil regenerativer Energien soll in den kommenden Jahren steigen.

Von Axel Welch

 

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