Werra-Promenade ist Vorbild für Fulda-Ufer

Noch nicht fertig: Die Arbeiten an der Mauer der Kasseler Schlagd dauern länger als geplant. Das Behauen und Zurechtschneiden der alten Schlagdmauersteine, die wiederverwendet werden, nimmt mehr Zeit in Anspruch als gedacht. Foto: Maaß

Hann. Münden. Das Fulda-Ufer an der Kasseler Schlagd in Hann. Münden erhält Lampen, Geländer und Bänke wie der Dielengraben.

Während die Löwenbrücke selbst weitgehend im Zeitplan liegt und kurz vor der Vollendung steht, dauern die Arbeiten an der Mauer der Kasseler Schlagd länger als ursprünglich geplant. Besonders das Behauen und Zurechtschneiden der alten Schlagdmauersteine, die wiederverwendet werden, nehme mehr Zeit in Anspruch als gedacht, teilte Dipl. Ingenieur Jürgen Stieler von den Kommunalen Diensten Hann. Münden (KDM) mit, in dessen Händen die Projektkoordination liegt.

Noch nicht abgeschlossen sind zudem die Arbeiten an den Brückenköpfen, also den Verbindungsflächen zwischen Brücke und den beiden Uferstraßen. Ende September/Anfang Oktober werde das Projekt abgeschlossen sein. Danach beginnt der Abriss der alten Löwenbrücke.

Die neue Promenade: Für die Gestaltung des Fulda-Ufers an der Kasseler Schlagd haben sich die Planer nun dafür entschieden, sich an der Werrapromenade zu orientieren. Nach Angaben von Jürgen Stieler wird das Geländer an der Schlagd und auf der Brücke das Gleiche wie am Dielengraben werden. Gleiches gilt für die Lampen, die Sitzbänke und Teile der Pflasterung.

Hintergrund sei auch, so Stieler, dass einige der alten Lampen defekt gewesen seien und auch nicht alle Steine der früheren Pflasterung hätten wiederverwendet werden können. Durch die neuen Gestaltungselemente wie Lampen und Bänke entstünden zusätzliche Kosten im unteren fünfstelligen Bereich.

Die Kostenfrage: Insgesamt liegen die Kosten für das Projekt Löwenbrücke und Neugestaltung der Kasseler Schlagd nach Angaben Stielers bei rund 2,28 Millionen Euro. Für das Bauwerk Löwenbrücke bekommt die Stadt vom Land einen Zuschuss von rund 60 Prozent.

Behindertengerecht: Die Pflasterung am Fulda-Ufer, so Stieler, werde so gestaltet, dass sie für Rollstuhlfahrer geeignet sei. Eva Erbe, die Behindertenbeauftragte der Stadt Hann. Münden, sei bei den Planungen mit einbezogen worden.

Im Oktober vergangenen Jahres haben die Arbeiten an der Brücke begonnen. Die Fahrbahn der rund 30 Meter langen Konstruktion wird mit etwa acht Metern drei Meter breiter als die jetzige sein. Zu den spektakulärsten Aktionen gehörte Mitte April die Montage von sechs 30 Meter langen und zwischen 60 und 70 Tonnen schweren Betonteilen mithilfe eines Autokrans.

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