Platten erinnern in Grebenstein und Hofgeismar an Naziopfer

41 neue Stolpersteine kommen in die Erde

Hofgeismar/Grebenstein. In über 500 Orten Deutschlands und auch im Ausland wird bereits mit Stolpersteinen an Menschen jüdischen Glaubens gedacht, die Opfer der Nazidiktatur wurden. 

Donnerstag und am Freitag sollen die ersten Stolpersteine im Kreisteil eingelassen werden. In Hofgeismar und Grebenstein wird die Aktion des Kölner Künstlers Gunther Demnig umgesetzt.

41 Stolpersteine werden an den beiden Tagen in Hofgeismar und Grebenstein verlegt. Die Messingplatten, auf denen jeweils Name, Geburtsjahr sowie Todesjahr und -ort der Opfer stehen, sollen zum Teil vor den letzten Wohnhäusern der ermordeten Frauen und Männern einen Platz finden.

Während in Grebenstein die Stolperstein-Aktion durch die Stiftung der Stadtsparkasse Grebenstein und die Stadt ermöglicht wird, fanden sich in Hofgeismar Paten, die die Kosten für die Messingplatten übernahmen. Erfreut registrierte Julia Drinnenberg, eine der Hauptorganisatorinnen in Hofgeismar, dass auch vier Schulen zu den Paten zählen. In beiden Städten leisten Mitarbeiter der Bauhöfe die vorbereitenden Arbeiten an den Stolperstein-Plätzen.

In Grebenstein beginnt die Aktion, an der auch der Künstler Gunter Demnig teilnimmt, um 9 Uhr am Marktplatz 4. Schüler der Burgbergschule und der Heinrich-Grupe-Schule werden an den acht Standorten jeweils ein kleines Rahmenprogramm gestalten. Am Abend hält Demnig ab 20 Uhr einen Vortrag zum Thema Stolpersteine im Grebensteiner Hospitalsaal.

In Hofgeismar beginnt der erste Teil der Aktion morgen um 14 Uhr am Töpfermarkt 5. Auch dort sind Schüler der Gustav-Heinemann-Schule, der Albert-Schweitzer-Schule und des diakonischen Zentrums für Altenarbeit mit dabei, um über das Schicksal der Opfer zu berichten. Lehrer der Musikschule Hofgeismar sorgen für eine musikalische Begleitung. (Der weitere Zeitplan folgt morgen). ZUM TAGE

Von Peter Kilian

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