Alle Experten warben für die Hafenöffnung in Bad Karlshafen

Kritische Nachfragen: Den für das Projekt werbenden Experten auf dem Podium stellten sich zahlreiche Bürger mit kritischen Fragen entgegen, die die technische Machbarkeit, die Notwendigkeit und vor allem die Bezahlbarkeit des Projekts hinterfragten. Foto: Thiele

Bad Karlshafen. In 15 Tagen entscheiden die Bad Karlshafener Bürger darüber, ob ihr historischer Hafen wieder für Boote geöffnet werden soll.

Kritiker und Befürworter trafen bei einer Informationsveranstaltung im Kursaal nochmals zusammen, um sich geballte Expertenmeinungen anzuhören und Argumente auszutauschen. Außer einigen Klarstellungen gab es aber keine wirklichen Neuerungen - die klaren Fronten blieben unverändert, die schwierige Entscheidung liegt nun bei den Wählern, die am 7. Februar ihre Stimme beim Bürgerentscheid abgeben.

Das ist eine einmalige Chance, die so nicht wieder kommt: Diese Meinung vertraten die Experten aus Politik, Denkmalpflege, Stadtentwicklung und Regionalmanagement, die von einem großen Teil des Publikums mit Beifall unterstützt wurden.

Beifall erhielten aber auch die Kritiker, die erneut auf das finanzielle Risiko für die von Schulden geplagte Stadt hinwiesen. Die Kritiker bezweifelten, dass die Hafenöffnung ohne Mehrkosten abläuft, und rieten, zunächst einmal mit kleineren Maßnahmen die Stadt zu verschönern. Aber Karl-Christian Schelzke (Geschäftsführer des Hessischen Städte- und Gemeindebundes) machte als Moderator des Abends und selbst Bootsfahrer deutlich, dass nur ein Paukenschlag der „abgewohnten“ Stadt helfen könne, im Tourismusgeschäft wieder zu einem Magneten zu werden. Gemeinsam mit der Klosterstadt Helmarshausen und dem Weltkulturerbe Corvey in der Nähe habe man beste Voraussetzungen. Die Wiedereröffnung des historischen Hafens wäre ein Alleinstellungsmerkmal und eine Attraktion nicht nur für Bootsfahrer.

Er wies auch darauf hin, dass man beim Bürgerentscheid am 7. Februar die Fragestellung auf dem Stimmzettel genau lesen müsse, um nicht Ja und Nein zu verwechseln.

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