Bauwerk wurde erneuert 

Bad Karlshafen: Teufelsbrücke liegt wieder über Landgraf-Carl-Kanal

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Zwei Jahre  hat es gedauert, doch seit Montagmorgen liegt die Teufelsbrücke wieder über dem Landgraf-Carl-Kanal in Bad Karlshafen. Passierbar ist die neue Brücke aber noch nicht.

Zunächst müssen noch die Aufgänge gemauert werden.

Die Demontage der Brücke war notwendig geworden, als vor zwei Jahren die Arbeiten zur Instandsetzung der Kanal- und Hafenmauern begannen. Damals stellte sich heraus, dass die tragenden Teile der Fußgängerbrücke bereits arg korrodiert waren. Eine umfangreiche Erneuerung der Brücke war notwendig geworden.

„Eigentlich handelt es sich jetzt um eine neue Brücke“, sagt Dirk Olmers vom Kasseler Ingenieurbüro HAZ, das die Hafensanierung für den Landesbetrieb Schlösser und Gärten betreut.

Von der alten Brücke übrig geblieben sind nur die Innenelemente und die Ornamente des Geländers. Die tragenden Teile der Brücke sind komplett erneuert worden. Die von der Metallbaufirma Franke in Bebra gefertigte Stahlkonstruktion ist feuerverzinkt. Der Gehweg ist aus Lärchenholz.

Die Kosten für die Metallkonstruktion liegen bei 62 000 Euro. Hinzu addieren sich noch die Kosten für die beiden Treppenaufgänge und die Pflasterarbeiten an der Conradistraße sowie an der Invalidenstraße.

Mit diesen Arbeiten solle Mitte nächster Woche begonnen werden, sagt Ulrich Schulze vom Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen, der auch der Kostenträger der gesamten Hafensanierung ist. Frei zu begehen soll die Brücke dann spätestens Anfang Dezember sein: „Auch der Nikolaus kann dann wieder über die Brücke gehen“, sagt Schulze.

Noch kein Termin

Wann es allerdings mit der dringend notwendigen Auskofferung des Kanals und des Hafens losgehen kann, weiß indes derzeit noch niemand zu sagen.

Bürgermeister Ullrich Otto hofft, dass die Zeiten, in der Schlamm, abgestorbene Algen und Schilfreste den Hafengrund bedecken und für einen unansehnlichen Anblick sorgen, bald vorbei sind. Er weist darauf hin, dass nach Möglichkeit noch in diesem Jahr die Aufträge für die Bauarbeiten zur Hafenöffnung und zum Schleusenausbau vergeben werden können.

Denn die Zeit drängt: Wenn nicht bis Ende 2018 das Projekt Hafenöffnung abgeschlossen ist, verfällt die Förderung des Bundes in Höhe von 5,5 Millionen Euro für das auf 7,1 Millionen veranschlagte Bad Karlshafener Großprojekt.

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