Supermarkt an der Saline in Bad Karlshafen seit Anfang September geschlossen

Noch kein Ersatz für Rewe

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Bad Karlshafen. Der Rewe-Markt an der Saline in Bad Karlshafen ist seit Anfang September geschlossen. Dass es an dieser Stelle noch einmal einen Supermarkt geben wird, ist derzeit eher unwahrscheinlich.

Die Stadt habe in den vergangenen Monaten mit mehreren Handelsketten Gespräche geführt, allerdings hätten diese zu keinem erfolgreichen Ergebnis geführt, sagt Bürgermeister Ullrich Otto. Der Standort erscheine potenziellen Interessenten als zu ungünstig. Die verkehrliche Sackgassen-Situation sei ein großer Nachteil. Die großen Supermarktketten bevorzugten heute Standorte an stark frequentierten Ein- und Ausfallstraßen.

Die Verwaltung hatte bereits vor einiger Zeit von der Stadtverordnetenversammlung den Auftrag erhalten, sich nach anderen möglichen Flächen zur Ansiedlung von Lebensmittelmärkten umzuschauen. „Diesem Auftrag kommen wir nach“, sagt der Bürgermeister, aber konkrete Liegenschaften habe man noch keine im Auge.

Zudem gebe es bei der Ausweisung von neuen Flächen für Handelsbetriebe „einiges an bürokratischen Hemmnissen zu überwinden“, so Otto. Da müsse unter anderem auch das Regierungspräsidium in Kassel zustimmen. Denn die Versorgung mit Lebensmittelmärkten in den Kommunen ist im Regionalplan festgelegt, dieser ist wiederum auch Grundlage für die Bebauungspläne. In Bad Karlshafen ist das Quartier an der Saline als Sondergebiet ausgewiesen, in dem Handel zulässig ist. Ob der Bebauungsplan an anderen derzeit möglich erscheinenden Flächen Handel zulässt, müsse noch geprüft werden, so Otto.

Während der Rewe-Markt dicht gemacht hat, hat der benachbarte Textil-Discounter Kik seinen Pachtvertrag verlängert. Der Pachtvertrag mit Aldi läuft, nach Angaben des Bürgermeisters, noch bis zum Jahr 2019.

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