Weilbach siegte in Bad Karlshafen mit 55,5 Prozent

Patrick Weilbach  mit seiner Lebensgefährtin.

Bad Karlshafen. Die Landratswahl endete mit einem klaren Votum für Amtsinhaber Uwe Schmidt. Er erhielt 61,9 Prozent der Stimmen aus dem Landkreis. Doch Bad Karlshafen wählte anders.

An der Nordspitze hatte Herausforderer Patrick Weilbach mit 55,5 Prozent der Stimmen die Nase vorn.

Karlshafens Bürgermeister Ullrich Otto (parteilos) erklärt das Wahlergebnis so: „Der Umgang mit dem Krankenhaus in Helmarshausen hat sicherlich eine große Rolle gespielt. Die Schließung der Kreisklinik war ein echter Schlag.“ Den zweiten möglichen Grund sieht Otto in der Tradition der Stadt. „Bad Karlshafen war schon immer bürgerlich und konservativ geprägt“, sagt der parteilose Bürgermeister und macht keinen Hehl daraus, dass auch er Weilbach favorisiert hat. „Wir haben eng zusammegearbeitet und Patrick Weilbach hat hier einen engagierten Wahlkampf betrieben.“

Auch die Stadtverordnetenvorsitzende Maria Luise Niemetz (CDU) lobte den Wahlkampf des Herausforderers und liefert für den Ausgang der Wahl die selbe Begründung wie Otto: „Der Landrat hat in Bezug auf die Krankenhaussituation nicht reagiert, wie sich das viele hier bei uns gewünscht hätten.“ In diese Richtung gehen auch die Gedanken von Andrea Löschner, die für die SPD-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung sitzt. „Mich hat das Wahlergebnis gar nicht so sehr überrascht“, sagt Löschner. Das Thema Klinik habe alle anderen Themen überlagert. „Ich vermute, dass viele Informationen bei der Schließung der Kreisklinik für die Bevölkerung zu spät kamen und sich viele nicht unterstützt fühlten. So waren die SPD-Wähler vielleicht auch frustriert.“ (cst)

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