Bewerbungsfrist ausgelaufen - 30 Investoren wollen Windräder im Reinhardswald bauen

Reinhardswald. Mehrere Investoren und Planer haben offenbar Interesse, Windkraftanlagen im Reinhardswald zu errichten: 30 Angebote liegen für den Gahrenberg bei Reinhardshagen vor.

Das bestätigte der Landesbetrieb Hessen Forst. Es ist die erste Fläche des Reinhardswaldes, die ausgeschrieben wurde.

Bis in den Juli hinein wird die Forstverwaltung die Angebote sichten. Dann soll mit ausgewählten Bietern verhandelt werden. Unter den Bewerbern ist die Energigenossenschaft Reinhardswalds (EGR), eine Kooperation von Kommunen der Nordspitze, der EAM und Stadtwerkeunion Sun. Man sei über die Zahl der Konkurrenten nicht überrascht, sagt Kai Georg Bachmann, Bürgermeister von Trendelburg und EGR-Vorstand.

Die EGR sei ihrer Linie treu geblieben und habe ein Angebot für 14 Windräder abgegeben. Bachmann geht davon aus, dass die Konkurrenz mehr Anlagen - teilweise 25 bis 30 - auf der Fläche geplant hat. So hofften Bewerber, das Land mit höheren Pachteinnahmen zu ködern. Bachmann ist zuversichtlich, dass die EGR trotzdem die Nase vorn hat: Man wolle ein nachhaltiges Projekt mit möglichst geringem Eingriff in die Natur, die Einhaltung von Abstandsflächen und die Akzeptanz der Bevölkerung. Die Anlagenzahl sei kein entscheidendes Vergabekriterium.

Die Bewerbung der EGR ist umstritten. Neben der wiederholten Kritik von Windkraftkritikern bereitet Reinhardshagen den Ausstieg aus der EGR vor. Dort stand man den Windrädern von Beginn an skeptisch gegenüber. Die Reinhardshäger UWG zog darauf die Notbremse und will den Austritt. Der so genannte „Plan A“, Windräder zu verhindern, sei nicht zu realisieren. Aber auch der, vor allem von den Befürwortern ins Feld geführte „Plan B“ greife nicht mehr, da die EGR keinen „Einfluss auf Standorte und Menge von Windkraftanlagen“ habe.

Rubriklistenbild: © dpa-avis

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