Prozessstart vor dem Landgericht sorgte für Verwirrung

Caldener Bluttat: Zeugenaussage wirft Fragen auf

Kassel/Calden. Der Start im Caldener Mordprozess hat für Irritationen gesorgt: Laut Anklage war ein Waffendeal der Grund für das Treffen des 35-jährigen Opfers aus Kassel mit dem 25-jährigen mutmaßlichen Täter aus Ehrsten. Doch ein Polizist nannte in seiner Zeugenaussage den Kauf von Anabolika als Anlass für das Treffen auf einem Feld bei Fürstenwald.

Der Beamte hatte den 25-Jährigen kurz nach der Tat festgenommen und ihn nach seinem Motiv befragt. Der Angeklagte hatte in diesem Gespräch offenbar nichts von einem Waffengeschäft gesagt.

„Der verlesene Teil der Anklage beinhaltet den konkreten Tatvorwurf, wie er sich nach Abschluss der Ermittlungen für die Staatsanwaltschaft darstellt“, erklärte Götz Wied, Sprecher der Kasseler Staatsanwaltschaft auf HNA-Anfrage. „Danach war unter Berücksichtigung des Gesamtergebnisses der Ermittlungen ein geplanter Waffenkauf Anlass des Treffens am Tattag.“ Dass darüber hinaus Kontakte zwischen Angeklagtem und Opfer bestanden, sei bekannt, aber Gegenstand des nicht verlesenen Teils der Anklage, weshalb Wied darauf nicht weiter eingehen könne. „Was letztlich das Motiv war, ist vom Gericht nach der Hauptverhandlung und Erhebung sowie Bewertung sämtlicher Beweismittel zu entscheiden.“

Die Verhandlung geht am Mittwoch vor dem Kasseler Landgericht weiter. 

Rubriklistenbild: © Malmus

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