Vorwurf: Kein Interesse an Fluglinie Germania

Ehemalige Manager kritisieren Flughafen-Chef Schustereder

Wohin führt der Weg des Flughafens Kassel? Auf den Airport und seinen Chef Ralf Schustereder prasselt heftige Kritik ein. Archivfoto: Malmus

Kassel. Zwei ehemalige Manager des Flughafens Kassel erheben weitere Vorwürfe gegen den Geschäftsführer des Airports, Ralf Schustereder, und die hessische Landesregierung.

Nach ihrer Ansicht seien Schustereder und die Landesregierung verantwortlich für die gescheiterten Verhandlungen mit den Fluggesellschaften Germania und Turkish Airlines. Eine Einigung mit Germania über vier wöchentliche Flüge im Winter 2016 /2017 von Calden auf die Kanaren kam ebenso wenig zustande wie ein Vertrag mit Turkish Airlines über regelmäßige Flugverbindungen zwischen Calden und Istanbul. Gespräche mit beiden Airlines hätten kurz vor dem Abschluss gestanden, berichteten Christine Altzinger, die den Vertrieb am Kassel Airport von Januar bis Juni 2016 leitete, und ihr Vorgänger, Andreas Blass. Nachdem sich Altzinger schon in der HNA geäußert hatte, gaben sie jetzt dem Online-Portal des Hessischen Rundfunks ein Interview.

Über die Verhandlungen mit Germania sagte Altzinger: „Ich hatte den Eindruck, dass man vonseiten der Geschäftsführung einfach kein Interesse an der einzigen Fluglinie hatte, die den Flughafen Kassel bedient.“ Der Flughafen sagte dazu, dass Germania eine Risikobeteiligung haben wollte. Dies habe der Flughafen nicht leisten können.

Blass sagte, Verhandlungen mit Turkish Airlines hätten im Sommer 2015 vor dem Abschluss gestanden. Schließlich seien Schustereder und der Vorsitzende des Flughafen-Aufsichtsrats, Hessens Finanzminister Schäfer (CDU), zu weiteren Verhandlungen nach Istanbul gereist. Danach sei nichts passiert. Das Finanzministerium erklärte, die Landesregierung würde den Kassel Airport unterstützen.

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