Wo einst das Rotlicht blinkte: 20 Jahre Christusgemeinde am Airport in Meimbressen

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Haben viel geleistet: Vor sechs Jahren fanden im Zentrum der Christusgemeinde am Airport aufwändige Renovierungsarbeiten statt. Nach einem dreiviertel Jahr Umbauphase gab es viele neue Räume und sogar einen Aufzug. Gründungsmitglied Arno Backhaus (links) blickte beim Fest mit weiteren Gemeindemitgliedern auf die vergangenen Jahre zurück. 

Meimbressen. Eine Gaststätte, Disco und sogar ein Nachtclub waren einst in dem großen Flachbau am Ortseingang von Meimbressen beheimatet.

Sie alle hatten kein Glück mit dem Gebäude, in welches vor 20 Jahren schließlich die Christusgemeinde am Airport einzog, so dem Gesamten ein neues, erfolgreiches Gesicht gab. Den runden Geburtstag feierten Mitglieder und Gäste am Sonntag mit einem Fest, bei dem allerlei geboten wurde.

Dass es die Gemeindearbeit im kleinen Caldener Ortsteil schon Anfang der 80er-Jahre gab, weiß Gründungsmitglied Arno Backhaus. Mit drei Ehepaaren seien sie damals von Kassel aufs Land gezogen, wo mit der Zeit Hauskreise, Glaubenskurse, Freizeiten sowie viele Angebote für Kinder und Jugendliche entstanden. „Für den Namenszusatz Airport haben wir uns bei der Gründung entschieden, weil ein ehemaliges Lokal in unserem Haus auch Gaststätte am Airport hieß“, erklärt der 66-Jährige. Tatsächlich hätte ihr Haus so einiges erlebt, sogar Rotlichtatmosphäre habe es dort gegeben, doch da all jene nur Pech gehabt hätten, war nichts von Dauer, das Gebäude dämmerte vor sich hin.

Schnappspaß: Beim Spieleparcours gab es viel zu entdecken. Samira Freutel aus Meimbressen versucht hier einen schwimmenden Apfel anzubeißen.

1994 kam schließlich die schon seit zwölf Jahren bestehende ökumenische Gruppe zum Zug, kaufte das Objekt. „35.000 Mark mussten wir damals aufbringen und das ist uns mit knapp 40 Leuten auch gelungen“, erinnert sich Backhaus. Nach gut zweijähriger Renovierungszeit konnte der Öffentlichkeit das neue Gemeindezentrum vorgestellt werden, welches fortan eine selbstständige, evangelisch ausgerichtete, überkonfessionelle Gemeinde, eben die Christusgemeinde am Airport, beherbergte.

Umgebaut und aufgestockt

Aus den ursprünglich nicht mal 50 Mitgliedern ist inzwischen fast das Dreifache geworden. Deshalb wurde im Laufe der Jahre mehr Platz benötigt. „2010 haben wir aufgestockt und umgebaut - uns war dabei wichtig, dass erst mal die alten Schulden getilgt waren.“ Neben einem weiteren Stockwerk wurde ein Aufzug eingebaut.

All jenes konnten Besucher beim Fest kennen lernen, wo nach dem Eröffnungsgottesdienst im Erdgeschoss ein üppiges Kuchenbüfett geboten wurde.

Die vielen Kinder hatten währenddessen Spaß im großen Garten der Gemeinde, wo eine Spielstraße aufgebaut worden war. Mit Mitmach-Musik von Mike Müllerbauer klang die Feier gegen Abend langsam aus. Da kochte noch mal der Saal - mit Singen, Tanzen und Spaß haben endete das Unterhaltungsprogramm. Viele blieben allerdings noch, genossen Würstchen und Salate bei netten Gesprächen.

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