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Geldnot: Calden muss alles verkaufen oder schließen

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Von: Thomas Thiele

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Calden. Nachdem die Pläne in Calden schon jahrelang im Haushalt angedacht und in den Ortsbeiräten diskutiert worden waren, steht für 2015 fest: Wegen des hohen Defizits will die Gemeinde das Freibad, alle Dorfgemeinschaftshäuser und Sportheime an Vereine übertragen, verkaufen oder notfalls schließen.

Das Waldschwimmbad wird in diesem Jahr nochmal geöffnet, allerdings mit einem Sparkonzept.

Die harten Schnitte sind im Haushaltssicherungskonzept enthalten, das Bürgermeister Andreas Dinges am Donnerstagabend gemeinsam mit dem Haushaltsentwurf für 2014 in der Gemeindevertretung einbrachte. Die Gemeinde hat derzeit ein Minus von 1,2 Mio. Euro, das bis 2020 ausgeglichen sein soll. Um das zu erreichen sind harte Schnitte nötig.

Dazu gehören nicht nur die am Donnerstag beschlossenen

Aktualisiert um 13.10 Uhr

schrittweisen Erhöhungen der Grundsteuern und der Gewerbesteuern in den nächsten drei Jahren, sondern auch gravierende Veränderungen bei den öffentlichen Einrichtungen. Die Gemeinde Calden will, wenn der Haushalt Anfang April so beschlossen wird, ab 2015 das Freibad in Calden, die Gemeinschaftshäuser in Ehrsten, Fürstenwald, Meimbressen, Obermeiser und Westuffeln, die Sportheime und Sportplätze in allen Ortsteilen verkaufen (ausgenommen ist nur die für den Schulsport genutzte Mehrzweckhalle Calden) sowie die Ortsbeiräte zusammenlegen oder auflösen. Das Ganze ist keine leere Drohung mehr, wie noch in den Vorjahren im Haushaltsplan lediglich pauschal formuliert, sondern nun eindeutig im Haushaltssicherungskonzept aufgelistet, das bindend ist. Hauptursache für die finanzielle Schieflage sind die Abschreibungen und Verzinsungen, die seit sechs Jahren im Haushalt ausgewiesen werden müssen.

Von Thomas Thiele

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