Ute Haberstroh ist seit Jahren die fleißigste Sammlerin bei der Aktion Advent

Aktion Advent: Geldwäsche für gute Sache

Erinnerungen an mehr als zehn Jahre Aktion Advent: Im Laufe der Jahre war Ute Haberstroh schon ganz oft in der HNA. Alles was über sie veröffentlicht wurde, hat sie aufbewahrt. Auch dieses Jahr sammelte sie den Höchstbetrag für die Aktion Advent im Kreisteil Hofgeismar. Foto:  Temme

Calden. Mehr als 1000 Euro sammelte Ute Haberstroh bei der Aktion Advent in der Vorweihnachtszeit. Somit wurde die Chefin des Gasthauses Lampe in Calden auch dieses Jahr wieder Siegerin der Aktion im Kreisteil Hofgeismar. In der Vorweihnachtszeit ist nicht nur die Wirtin selbst im Sammelfieber, auch viele ihrer Gäste nehmen Anteil.

Rund 20 Gasthäuser unterstützten die aktuelle Sammelaktion - Haberstroh lag dabei wie schon in den Vorjahren weit vorn. Wie soviel Geld zusammenkommt, mag sie nicht verraten – bestimmt liegt es auch an der persönlichen Atmosphäre, die in der Dorfkneipe an der B7 noch herrscht.

Auch dieses Jahr hat die „Weltmeisterin“ ihrem Namen wieder alle Ehre gemacht. Denn da sie nun seit fast zehn Jahren immer die erfolgreichste Spendensammlerin ist, wird sie anstatt mit „Ute“ auch öfter mal mit diesem Titel von ihren Gästen angesprochen.

Spätestens wenn der November dem Ende zugeht, dreht sich im Gasthaus Lampe vieles um die Spendenaktion. „Viele meiner Gäste nehmen schon Anteil, fragen etwa, ob die Dose schon da sei“, verrät die 56-Jährige.

Wie sie seit Jahren den Höchstbetrag zusammenbekommt, will die Caldenerin nicht verraten. Nur so viel: „Ganz ohne Ansprechen geht es natürlich nicht - da bliebe die Büchse leer.“ Ob Stammtischgäste, Vereine oder Kegelgruppen - all jene, die in der Vorweihnachtszeit in der Dorfkneipe zu Gast sind, gehören zu den Unterstützern von Ute Haberstroh. „Ich gebe dir mal was in deine Sammelbüchse, damit du auch wieder gewinnst“, sei ein Satz, der immer mal wieder vorkäme bei ihren Gästen.“

Mit wie viel ihre Gäste die Aktion im Durchschnitt unterstützen, kann die Chefin nicht sagen: „Mal sind es einige Münzen, dann aber auch einige fünf und zehn Euro Scheine und sogar Zwanziger wandern ab und zu in die Box.

Hatte sie im vergangenen Jahr ihren persönlichen Rekord von 1021 Euro aufgestellt, so liegt sie dieses Jahr mit drei Euro dahinter. Das Gewinnen sei ihr gar nicht so wichtig, viel mehr gehe es ihr um die Sache selbst: „Das Geld bekommen arme Menschen in der Region und da stehe ich voll dahinter.“ Da Ute Haberstroh schon seit mehr als zehn Jahren mitmacht, kann sie auch einige Anekdoten rund um das Sammelprojekt erzählen: So sei zu Beginn beispielsweise mal die volle Dose in ihr Waschbecken gefallen, so dass das gesamte Geld eine Wäsche erfahren hat und die Scheine auf der Heizung getrocknet werden mussten.

Natürlich will die Gastwirtin auch dieses Jahr wieder die Aktion Advent unterstützen -mal sehen, ob mich dann jemand übertrifft, sagt sie, wobei ein gewisser Ehrgeiz einfach nicht zu übersehen ist. Aufdringlich ist die Gewinnerin übrigens nie: „Ich würde nie jemanden bedrängen - entweder die Leute wollen oder sie wollen nicht spenden.“

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