Rathaus Calden: SPD-Antrag abgelehnt

Knappes Nein zum Rauswurf des Airportchefs Schustereder

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Sprach vor dem Caldener Parlament: Flughafen-Chef Ralf Schustereder 

Calden. Der Antrag der Caldener SPD auf Entlassung von Flughafen-Chef Ralf Schustereder ist gescheitert. Das Abstimmungsergebnis in der Gemeindevertretersitzung hätte kaum knapper ausfallen können:

15 Parlamentarier stimmten dagegen, 14 dafür. Wenn der Antrag beschlossen worden wäre, hätte sich die Gemeinde als kleinster Gesellschafter des Flughafens für eine Ablösung des Airportchefs stark machen müssen.

Aktualisiert um 17.20 Uhr

Daneben gab es noch eine Überraschung: Schustereder kam auf Einladung von Bürgermeister Maik Mackewitz kurzfristig ins Caldener Rathaus und sprach vor dem Parlament über Probleme mit der Fluggesellschaft Germania, die sich vor Kurzem vom Kassel Airport zurückgezogen hatte. Sie war die einzige Airline, die Linienflüge von und nach Calden anbot. Es war Schustereders erster öffentlicher Auftritt seit Monaten. Zum Antrag auf Entlassung seiner Person sagte er nichts.

„Für das Winterflugprogramm hatten wir Schwierigkeiten, das gebe ich zu“, so Schustereder. Für den Sommer habe der Flughafen aber ein „wohlwollendes Programm für die Anbieter zusammengestellt“. Warum sich Germania trotzdem vom Kassel Airport zurückgezogen hat, erklärt er so: Die Airline habe einen Flugplan erstellt, der den Reiseveranstaltern „überhaupt nicht gepasst hat“, die Veranstalter seien entsetzt gewesen und wollten keine Kontingente kaufen. „Wir sind jetzt mit anderen Fluggesellschaften in Verhandlung.“ Namen nannte er nicht. Weitere Informationen kündigte der Flughafenchef für November an.

Dass Schustereder in Calden Gesicht zeigte, rief unterschiedliche Reaktionen hervor. „Das war sicher kein leichter Gang und ist ihm hoch anzurechnen“, sagte Andreas Reichhardt (SPD). Ullrich Meßmer (SPD) erklärte, dass der Besuch längst überfällig gewesen sei. „Er hätte viel früher kommen müssen.“

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