Kommentar zur Vergabe am Flughafen: Vorrang für die Region

Kassel. Beim Bau des Flughafens in Calden wurden nur wenige Aufträge völlig offen vergeben. Firmen aus der Region wurden bevorzugt. Ein Kommentar von Marcus Janz.

Beim Bau des Flughafens in Calden wurden nur wenige Aufträge völlig offen vergeben, Firmen aus der Region stattdessen bevorzugt. Der Rechnungshof kritisiert das. Das heißt aber nicht, dass die Vergabe willkürlich war.

Auch die Bewerber, die zum Zuge kamen, mussten penibel belegen, dass sie ihre Aufgabe zu angemessenen Kosten erledigen können. Und auch in den Vergabeverfahren, die der Flughafen gewählt hat, blieben Baufirmen auf der Strecke.

Zwar war der Flughafen am Ende viel teurer als veranschlagt. Dass andere Unternehmen die Arbeit aber erheblich günstiger gemacht hätten, das sagt der Rechnungshof nicht. Er reitet vielmehr auf dem Prinzip maximaler Transparenz und Offenheit herum.

Doch was ist falsch daran, wenn Firmen aus der Region den Vorzug erhalten? Falls die Leistung stimmt und die Kosten im Rahmen bleiben, ist es sogar gut, dass die Landesförderung, also hessisches Steuergeld, in Hessen bleibt. Immerhin: Während in Berlin noch immer gebaut wird, starten in Calden längst die Flugzeuge.

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