Polizei-Statistik

Kriminalität in Calden steigt durch Flüchtlinge

Calden/Hofgeismar. In Calden ist die Zahl der Straftaten im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Das geht aus der Kriminalstatistik der Polizei hervor, die die Beamten der Hofgeismarer Station jetzt vorgestellt haben.

Vor allem bei Diebstählen und Delikten wie Körperverletzung und Raub gab es eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahr. „In Teilen sind dafür die Flüchtlinge aus der Erstaufnahmeeinrichtung verantwortlich“, sagt Michael Schneider, Leiter der Hofgeismarer Polizeistation.

„Die meisten Fälle haben sich aber innerhalb der Unterbringung abgespielt und hatten keine Wirkung auf die Caldener Bürger“, erklärt er. Die Beamten hätten eine große Angst der Öffentlichkeit vor Kriminalität der Flüchtlinge wahrgenommen. Da aber fast nie Caldener von den Straftaten betroffen gewesen seien, gebe es dafür keinen Grund, so Schneider.

Besonders auffällig ist der Anstieg der Ladendiebstähle. Gab es in den vergangenen Jahren meist nur maximal einen Fall, waren es 2015 insgesamt 23. In allen Bereichen zusammen verzeichnete die Polizei in Calden 210 Straftaten, 2014 waren es nur 142 und im Jahr davor 190.

Insgesamt sei 2015 aber ein normales Jahr gewesen. Wie schon in den Vorjahren sei die Kriminalität in den meisten Gemeinden im Kreisteil Hofgeismar leicht zurückgegangen. „Die Fallzahlen sind gut“, so Schneider. Die Belastung für die Beamten sei aber nicht zurückgegangen. „Die Ermittlungen waren aufwändiger.“ Durch Verständigungsprobleme seien die Ermittlungen bei Fällen, in denen Flüchtlinge beteiligt sind, schwieriger.

Durch Flüchtlinge in den Gemeinschaftsunterkünften des Landkreises gebe es kaum steigende Kriminalität. „In der Erstaufnahme ist die Lage anders. Da leben die Menschen viel enger auf einem Fleck.“ Schneider hofft, dass sich die Lage in Calden durch die Neubauten beruhigt, da mehr Platz für jeden geschaffen werde.

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