Montag dritter Geburtstag

Flughafen Kassel-Calden: Bis zu 300 Cargo-Flüge denkbar

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Kassel/Calden. Der Flughafen Kassel-Calden hat sein Defizit im vergangenen Jahr um 25 Prozent auf 6,1 Millionen Euro reduziert und damit die politischen Vorgaben übererfüllt.

Die Landesregierung hatte dem Airport einen jährlichen Defizit-Abbau von zehn Prozent verordnet. Grund für den unerwartet hohen Verlustabbau ist zum einen die positive Entwicklung beim Passagier-, vor allem aber beim Frachaufkommen sowie ein Sparprogramm, dem bislang zwölf Stellen zum Opfer fielen. Aktuell beschäftigt der Flughafen 128 Mitarbeiter. Diese Zahlen präsentierten Airport-Chef Ralf Schustereder und Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer in dessen Eigenschaft als Aufsichtsratsvorsitzender der Flughafen-Gesellschaft anlässlich des dritten Geburtstags des Airports. Er war am 4. April 2013 eröffnet worden.

Aktualisiert um 17.10 Uhr

Das Betriebskostendefizit teilen sich die vier Gesellschafter gemäß ihres Anteils. Somit entfallen auf das Land Hessen 4,15 Mio., auf Stadt und Kreis Kassel jeweils knapp 800.000 sowie auf die Gemeinde Calden 366 000 Euro. Unterdessen entwickelt sich das Frachtgeschäft zu einem wichtigen Standbein des jungen Airports. 2015 verdreifachte sich das Aufkommen nahezu auf 168,1 Tonnen. Grund sind Frachtflüge für den Online-Händler Amzaon, der sein europaweites Zentrallager in Bad Hersfeld betreibt und sich zunehmend aus der Luft mit Ware eindeckt. In diesem Jahr hofft der Flughafen auf bis zu 300 reine Frachtflüge mit einem Aufkommen von insgesamt 1800 bis 2000 Tonnen. Minister Schäfer und Schustereder räumen diesem Geschäftsfeld „unerwartet großes Potenzial“ ein.

Wie berichtet, war die Zahl der Fluggäste im vergangenen Jahr um fast 38 Prozent auf knapp 65.000 gestiegen. Davon saßen 55.000 in großen Maschinen, und davon wiederum waren 6500 Flüchtlinge, die über Calden in ihre Herkunftsländer ausgeflogen wurden.

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