Germania ändert Flugplan vorläufig nicht

Nach Militärputsch: Flug vom Kassel Airport in die Türkei soll starten

Calden. Nach dem Putschversuch in der Türkei haben viele Airlines ihre Flüge in die Türkei gestrichen. Wir haben beim Kassel Airport nachgefragt.

Die zugespitzte Situation in der Türkei verunsichert die Urlauber, auch im Kreisteil Hofgeismar. Am Kassel Airport in Calden, wo am Dienstag der nächste Ferienflieger ins türkische Antalya startet, könne man noch keine konkreten Aussagen zur Situation machen und verweist an die Fluglinie Germania. Dort wurden bis Samstagmittag noch keine aktuellen Änderungen am Flugplan gemeldet, man beobachte die Situation in der Türkei aber sehr genau. Die Stellungnahme der Airline lautet im Wortlaut:

Aktualisiert um 13.54 Uhr

"Die Sicherheit unserer Passagiere und Besatzungsmitglieder hat für Germania zu jeder Zeit oberste Priorität. Daher beobachten und evaluieren wir kontinuierlich und sehr aufmerksam die Situation undEntwicklungen in der Türkei. Germania steht mit allen maßgeblichen Behörden und Stellen sowie unseren Repräsentanten vor Ort in permanentem Kontakt, um ggfs. sofort entsprechend zu reagieren.

 Bislang wurde keine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes bezüglich der touristischen Germania Flugziele in der Türkei erlassen, sondern Reisenden in Istanbul und Ankara zu äußerster Vorsicht geraten. Darüber hinaus liegen uns aktuell keinerlei Hinweise zu Einschränkungen im Luftverkehr im Raum Antalya vor, weshalb wir vorerst unserer Verpflichtung zur Beförderung unserer Passagiere nachkommen."

Die unsichere Lage in der Türkei wirkt sich auch auf die Stimmung bei den Reisenden aus. Sebastian Keese (37) aus Wahlsburg beispielsweise, der nächsten Donnerstag ab Hannover in die Türkei fliegen wollte, hat sich am Samstagvormittag aufgemacht ins Reisebüro, um nach einem alternativen Urlaubsziel zu suchen und umzubuchen. "Die Terrorgefahr haben wir bisher ausgesessen, doch angesichts der unsicheren Lage in der Türkei wollen wir nach Alternativen fragen", sagte er über seine längst bezahlte Reise. Schon im Januar hatte er als Frühbucher den lange erwarteten Türkeiurlaub gebucht, nachdem die Preise für das eigentliche Wunschziel Spanien gegenüber dem Vorjahr um 30 bis 40 Prozent angestiegen waren. Im Frühjahr sei die Lage ja noch völlig anders gewesen, doch jetzt sei die Entwicklung in der Türkei völlig offen.

Ob die Umbuchung gelingt, war am Vormittag offen. Keese hofft auf Kulanz, denn ohne offizielle Reisewarnung des Auswärtigen Amtes habe man keinen Anspruch darauf. Ob diese Warnung ausgesprochen werde, das sei aber fraglich.

Rubriklistenbild: © dpa

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