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Neuer Gewerbepark auf altem Flugplatz in Calden geplant

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Von: Göran Gehlen

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Platz für neue Nachbarn: Rechts unten der neue Airport, links oben der alte Flugplatz, wo der neue Gewerbepark entsteht.Archivfoto: Thiele/unterstützt von Charterflug-kassel.de/Nico Knabe
Platz für neue Nachbarn: Rechts unten der neue Airport, links oben der alte Flugplatz, wo der neue Gewerbepark entsteht. © Archivfoto: Thiele/unterstützt von Charterflug-kassel.de/Nico Knabe

Calden. Nach monatelangem Stillstand geht jetzt die Errichtung eines großen Gewerbeparks auf dem alten Caldener Flugplatz an den Start.

Die Gemeinde Calden, die Stadt Kassel und der Landkreis Kassel wollen das Projekt gemeinsam stemmen. Bei der Entwicklung der Fläche wird ihnen das Land helfen und finanzielle Risiken abfedern.

Dabei handelt es sich um ein so genanntes interkommunales Gewerbegebiet, also eine Kooperation kommunaler Akteure. Die Verantwortung wird geteilt, die Einnahmen auch. Der Gewerbepark wird Calden zu 48 Prozent gehören, Stadt und Landkreis Kassel sind mit je 26 Prozent beteiligt. Das geht aus dem Vertragswerk hervor, dass Caldens Bürgermeister Maik Mackewitz nun vorstellte.

Demnach wird die Hessische Landgesellschaft HLG der Flughafen GmbH das Gelände von 65 Hektar für zehn Millionen Euro abkaufen. Die HLG wird Träger des Projektes für zehn bis 15 Jahre. Die Vertragsparteien werden über einen Lenkungsausschuss die Entwicklung steuern.

Die HLG wird die Flächen dann erschließen und vermarkten. „Dass sie dabei in die Gewinnzone kommt, ist eher unwahrscheinlich“, sagt Caldens Bürgermeister Mackewitz. Am Ende werde ein voll entwickelter Gewerbepark auf dem Flugplatz stehen - aber eben auch ein „Minus im Millionenbereich“. Das müsste dann eigentlich gemäß den Beteiligungen auf Stadt und Kreis Kassel sowie die Gemeinde Calden aufgeteilt werden.

Hier kommt erneut das Land Hessen ins Spiel: Es übernimmt eine Rückbürgschaft und damit 50 Prozent der Kosten der Stadt und des Landkreises Kassel sowie 100 Prozent der Gemeinde Calden. Das Geld ist kein Geschenk: Die drei Anteilseigner müssen es zurückzahlen mit 50 Prozent der Gewerbesteuereinnahmen, die sie aus dem Park erhalten. Die Steuereinnahmen werden auch entsprechend der Beteiligungen aufgeteilt.

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