30 Doppelcontainer brannten ab

Ursache für Brand in Caldener Flüchtlingsunterkunft bleibt ungeklärt

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Ursachensuche am Montag: Wegen akuter Einsturzgefahr wurden die Ermittler der Polizei von einer Firma unterstützt, von der die oberen Etage der Container abgetragen wurde. 

Calden. Die Brandursache für das Feuer in der Caldener Flüchtlingsunterkunft ist nicht mehr feststellbar. Das teilte die Polizei am Dienstagnachmittag mit. Eine Brandstiftung schließen die Spezialisten aber aus.

Ermittler des Kommissariats 11 der Kasseler Kripo und des Landeskriminalamts hatten am Montag mit der Untersuchung des ausgebrannten Containerkomplexes auf dem alten Flughafen begonnen. Aufgrund von Einsturzgefahr trug eine Firma die obere Etage mit einem Kran ab, damit die Ermittler auf die Suche nach der Brandursache gehen konnten.

Trotz der großen Zerstörung durch die extreme Hitze und das Löschwasser fanden die Spezialisten in einem Zimmer im Erdgeschoss den Ausgangspunkt der Flammen. Die gefundenen Spuren ließen mit hoher Wahrscheinlichkeit auf fahrlässige Brandstiftung oder einen technischen Defekt schließen, so die Polizei. Hinweise auf eine vorsätzliche Brandstiftung gebe es keine.

Der Bewohner des Zimmers, in dem der Brand ausgebrochen ist, habe angegeben, beim Ausbruch der Flammen nicht vor Ort gewesen zu sein. Die betroffenen Unterkünfte bestehen aus insgesamt 30 Doppelcontainern, die in zwei Stockwerken übereinandern angeordnet sind. Die Bewohner - 120 männliche, alleinreisende Männer aus elf verschiedenen Nationen - mussten nach dem Brand in neue Unterkünfte auf dem alten Flughafengelände umziehen.

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