Mehr Kooperation mit den Nachbarschulen

David Schlesinger ist neuer Schulleiter an Hofgeismarer Kollwitz-Schule

+
Der Neue ist schon seit Jahren mittendrin: Auf dem Schulhof der Käthe-Kollwitz-Schule kennt sich David Schlesinger bestens aus.

Hofgeismar. Als Kreisligastürmer war er als "Das Phantom" bekannt, doch für die Kollegen an der Käthe-Kollwitz-Schule ist er nun ganz real: der neue Schulleiter David Schlesinger.

Menschen mit Beeinträchtigungen zu einer höheren Lebensqualität verhelfen - das war schon seit dem Zivildienst das Ziel des 40-Jährigen. Und genau das macht der Hofgeismarer seit nunmehr 14 Jahren an der Käthe-Kollwitz-Schule (KKS) in Hofgeismar - in den Sommerferien trat er nun die Nachfolge von Wolfgang Werner als Schulleiter an.

2002 kam Schlesinger als Referendar an die KKS, direkt im Anschluss stieg er als Klassenlehrer mit den Fächern Sport und Sozialkunde ein. „Damals war die Schule allerdings noch halb so groß. Bei dem schnellen Wachstum war es natürlich schwierig, die Strukturen so schnell mitauszubauen“, sagt er und deutet damit eine seiner zentralen Aufgaben in der neuen Position an.

Bessere Vernetzung als Ziel

„Wir haben, was unsere Schüler angeht, zu jeder Fragestellung eine Antwort. Potenzial gibt es aber noch, was den Austausch von Wissen unter den Kollegen angeht“, schildert Schlesinger. Wenn etwa ein Schüler trotz Logopädie das Sprechen nicht lernt, sollen sich die Kollegen mit ihren Erfahrungen noch effektiver gegenseitig unterstützen.

Ebenfalls ausbauen möchte der neue Schulleiter die Kooperation mit den anderen Schulen in der Nachbarschaft, so wie es bei den gemeinsamen Theaterprojekten mit der Gustav-Heinemann-Schule schon geschieht. „Man könnte auch mal unseren Werkraum benutzen oder zusammen kochen - miteinander statt nebeneinander“, lautet sein Wunsch.

Als Koordinator des 2012 an der KKS eingerichteten Beratungs- und Förderzentrums hatte Schlesinger sich zuletzt genau darum gekümmert: Das BFZ unterstützt insgesamt 38 Schulen im Umkreis von Hofgeismar mit ein oder zwei Kollegen vor Ort bei der Betreuung von Schülern, die besondere Förderung benötigen.

Wenn er nicht gerade an der Arbeit ist, widmet der Vater von drei Kindern mittlerweile seine ganze Freizeit seiner Familie. Zweimal im Jahr geht es in ein Familienresort im bayrischen Wald. Mit seiner großen Leidenschaft, dem Fußball, beschäftigt sich der ehemalige Kicker der SG Obermeiser/Westuffeln und des TSV Schöneberg nur noch beruflich: Auch als Schulleiter betreut er mit einem Kollegen weiterhin die Fußball-AG.

Mit der Schule verbunden bleibt übrigens Vorgänger Wolfgang Werner, der in seinen 30 Jahren als Schulleiter die KKS auf die heutige Größe (130 Mitarbeiter, 170 Schüler) ausgebaut hat. Er wechselt nun in den Vorstand des Fördervereins. Die Arbeitsbereiche des neuen und des alten Chefs sind aber klar getrennt: Der Förderverein kümmert sich um Ergotherapie, Logopädie, Krankengymnastik und den Transport der Schüler.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.