Metallgießerei Friedrich investiert mehr als eine Million in neue Halle

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Lamerden. Die Metallgießerei Friedrich in Lamerden will gut eine Million Euro in eine neue Halle am Standort Holzgrundweg investieren. Das bestätigten die Geschäftsführer der GmbH, Günter W. und Knut Friedrich, im Gespräch mit der HNA.

Grund für die höchste Investition seit Bestehen des Unternehmens sind die gute Auftragslage und die „stetig steigenden Qualitätsanforderungen, denen wir gerecht werden müssen“, erklärte der Juniorchef.

Mit Inbetriebnahme der neuen Halle sollen vier bis fünf neue Stellen geschaffen werden. Die Beschäftigten werden komplexe Bearbeitungszentren für die Herstellung von hochwertigen Aluminium-Gussteilen für Motoren von Autobauern wie Ferrari und Lamborghini bedienen.

Friedrich arbeitet aber nicht nur im Luxuswagen-Segment. Zur langjährigen Kundschaft gehören auch Anlagenbauer, die optische Industrie, Mess- und Brauereitechnik-Lieferanten sowie Landmaschinen- und Wehrtechnik-Produzenten.

Voraussetzung für den Bau der neuen Halle sind die Änderung des Flächennutzungs- und die Aufstellung eines Bebauungsplans für den fraglichen Bereich. Die Stadt Liebenau hat beides auf den Weg gebracht. Das kostet Zeit, aber die Kommune will angesichts der hohen Investition Rechtssicherheit schaffen. Bürgermeister Peter Lange erklärt: „Wir unterstützen die Pläne Friedrichs voll und ganz und tun alles, damit das Unternehmen schnell bauen kann.“.

Aber die gesetzlichen Vorschriften müssten eingehalten werden. Die Geschäftsführer streben derweil einen Baustart im Spätsommer an. Wenn alles klappt, könnte die Produktion im Herbst 2014 anlaufen.

Friedrich setzte 2012 mit 42 Beschäftigten rund vier Mio. Euro um. Mit der neuen Fertigung soll der Umsatz um 20 Prozent zulegen. Die Ertragslage bezeichnet Seniorchef Günter Friedrich als „sehr zufriedenstellend“. Konkrete Zahlen nennt er grundsätzlichl nicht.