Weniger Technik, größerer Tank

Neues Fahrzeug für Grebensteiner Feuerwehr 

+

Grebenstein. Fast 30 Jahre lang war er für die Grebensteiner Feuerwehr im Einsatz, jetzt ist es Zeit für einen Neuen.

Am Samstag hat die Freiwillige Feuerwehr Grebenstein ihren alten Löschgruppenwagen verabschiedet und seinen Nachfolger, ein neues Staffellöschfahrzeug, offiziell im Gerätehaus eingeweiht. Das neue Fahrzeug hatten die Feuerwehrwehrleute erst am Tag zuvor beim Hersteller in Ulm abgeholt. „Die Lebensdauer eines Einsatzwagens entspricht in der Regel 25 Jahren“, sagt der stellvertretende Wehrführer Boris Hartmann. Danach wird es meistens Zeit für einen Ersatzwagen. Das liegt unter anderem daran, dass mit der Zeit zunehmend häufiger Defekte auftreten und die Ersatzteilversorgung schwieriger wird, je länger das Fahrzeug in Betrieb ist. Außerdem bezuschusst die Kommune, die Träger der Feuerwehr ist, nach 25 Jahren die Anschaffung eines Einsatzfahrzeugs.

Mit der Planung für das neue Staffellöschfahrzeug habe man 2012 begonnen, berichtet Wehrführer Dirk Lindemann. Die Beschaffung eines neuen Fahrzeugs zieht sich meistens über mehrere Jahre hin. Nachdem die Stadt Grebenstein einen Zuschuss für die Ersatzbeschaffung zugesagt hatte, folgte eine einjährige Ausschreibungsphase. Dabei konnten sich Hersteller von Einsatzwagen europaweit auf den Auftrag bewerben. „Es ist von vornherein festgelegt, welche Anforderungen das Fahrzeug erfüllen muss“, sagt der stellvertretende Wehrführer. Das Land Hessen schreibt in einer Richtlinie die Mindestausstattung, Beladung sowie nötige Funktionen für jedes Fahrzeug vor.

In einem Bieterverfahren entscheidet sich dann, welcher Hersteller den Auftrag für das neue Fahrzeug bekommt. Während der gesamten Planungs- und Bauzeit hat die Feuerwehr das Projekt planerisch begleitet.

Drei Besuche in Ulm

Insgesamt dreimal haben Vertreter der Wehrführung und der Stadtbrandinspektion der Stadt Grebenstein den Hersteller in Ulm besucht, um die einzelnen Entwicklungsschritte selbst mitverfolgen zu können. Das erste Mal hatte man sich Anfang des Jahres zur Planung getroffen, der zweite Besuch folgte im September zur sogenannten Rohbaubesprechung. Zu diesem Zeitpunkt standen bereits der Aufbau und das Fahrgestell. Das letzte Treffen fand vor wenigen Tagen anlässlich der Abholung statt. „Wir haben jede Funktion nochmal überprüft und mit der Auftragsbestätigung verglichen“, sagt Lindemann.

Mit der Einweihung des neuen Staffellöschfahrzeugs ist nun auch das letzte der insgesamt fünf Einsatzfahrzeuge ersetzt worden. „Innerhalb der letzten fünf Jahre haben wir unseren Fuhrpark fast komplett ausgetauscht und sind jetzt sehr modern aufgestellt“, so Hartmann.

Das neue Löschfahrzeug hat weniger technische Ausstattung, dafür aber einen deutlich größeren Wassertank als sein Vorgänger. Während das durchschnittliche Volumen eines Löschtanks bei 2000 bis 2500 Litern liegt, fasst der Tank des neuen Fahrzeugs 4000 Liter.

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.