Streit um 970.000 Euro geht weiter

Sanierung des Grebensteiner Kindergartens abgeschlossen

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Einweihung: Vor sieben Jahren wurde der Kindergarten in Grebenstein zum ersten Mal eingeweiht. Nach einem Wasserschaden war er über ein Jahr nicht zu nutzen. Nach der Sanierung, die eine Million Euro kostete, wird es in drei Wochen eine neuerliche Einweihung geben.

Grebenstein. Die Kinder haben den sanierten Kindergarten in Grebenstein schon in Beschlag genommen. Wegen eines Wasserschadens und Schimmelbildung waren einige Gruppen über ein Jahr in Containern untergebracht.

In dieser Zeit wurde das erst sieben Jahre alte Gebäude, wie mehrmals berichtet, grundlegend saniert. Am Samstag, 8. Oktober, wird es von 14 bis 17 Uhr der Öffentlichkeit vorgestellt.

Knapp unter einer Million Euro hat die Sanierung gekostet, sagt Bürgermeister Danny Sutor. „Die aktuelle Kostenkontrolle geht von Ausgaben in Höhe von 970.000 Euro aus“, teilte er den Stadtverordneten mit. Wer die Ausgaben zu tragen hat, ist weiter offen. Unstrittig ist, dass im Rahmen der umfangreichen Sanierungsarbeiten auch Verbesserungen vorgenommen wurden, die mit dem Wasserschaden nichts zu tun haben. Bei der Planung vor knapp zehn Jahren gab es beispielsweise noch keine U3-Betreuung. Dies wurde durch einige kleinere Umbauten jetzt auch im Raumkonzept berücksichtigt. Dass dies nichts mit dem Wasserschaden zu tun hat, ist offensichtlich.

Doch der Großteil der Millionen-Ausgabe - von der Container-Miete bis zu Gutachterkosten - hat ursächlich mit dem Wasser zu tun. Hier ist derzeit die Finanzverwaltung im Rathaus gefragt, um die Kosten den jeweiligen Ursachen genau zuzurechnen.

Was auf die Feuchtigkeit in dem Haus zurückzuführen ist, will die Stadt vom Planer wieder haben. Doch das wird so einfach nicht werden. Sutor: „Einen außergerichtlichen Vergleich hat die Gegenseite ausgeschlagen.“ Im Klartext: Es wird wohl zum Gerichtsprozess kommen. Wann genau dies sein wird, steht noch nicht fest. Bei der Stadt befürchtet man jedoch, dass es vermutlich Jahre dauern wird, bis von dem jetzt ausgegebenen Geld wieder Mittel in die Stadtkasse zurückfließen werden.

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