Schulbücherei will Kindern und Jugendlichen zu Leseratten machen

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Bücher für Leseratten: Die Lehrerinnen Christiane Lux (links) und Ulli Wolters (rechts) vermuten, dass etwa die Hälfte der Grebensteiner Schüler an der Aktion mitmachen. Büchereileiterin Christiane Henck-Lecke hat die Aktion Leseratte nach Grebenstein geholt, die nach den Worten von Klaus-Peter Vogt gerne von der Kulturstiftung der Sparkassen unterstützt wird.

Grebenstein. Als einzige Schulbücherei im Landkreis Kassel nimmt die Einrichtung der Grebensteiner Heinrich-Grupe-Schule an der landesweiten Aktion „Ich bin eine Leseratte“ teil. Ziel der Aktion, die von der Sparkassen-Kulturstiftung gefördert wird, ist es, Kinder und Jugendlichen das Lesen nahe zu bringen.

Sie richtet sich an Schüler der Klassen drei bis sechs. Ulli Wolters, die die Klasse 3c an der Burgbergschule unterrichtet, hat das Projekt ihren Schülern bereits vorgestellt: „Die sind richtig neugierig.“ Etwa die Hälfte der 120 Schüler in den Klassen 3 und 4 werden daran teilnehmen, schätzt sie. Ähnlich hoch schätzt Susanne Lux, Deutschlehrerin an der Heinrich-Grupe-Schule, den Anteil der Fünft- und Sechstklässler. Sie selbst hat die Bücher bereits alle gelesen und festgestellt, dass die sechs Bücher, die für das Projekt ausgewählt wurden, allesamt spannend und lesenswert sind. Sie selbst habe noch nie ein Comic-Buch gelesen, aber „hier konnte ich gar nicht aufhören“, schildert sie, wie Bücher den Leser gefangen nehmen.

Spiel mit der Schrift: Unterschiedlichen Schriftgrößen und -typen sorgen auch äußerlich für Abwechslung.

Genau diese Erfahrung sollen auch die Schüler machen. Und weil erfahrungsgemäß im Freundeskreis alle die Bücher zeitgleich lesen möchten, wurden von allen sechs Titeln 15 angeschafft. Das Lesefieber soll die Mitschüler anstecken, sagt Büchereileiterin Christiane Henck-Lecke.

Wer die Bücher gelesen hat, kann anschließend eine Art Lesepass ausfüllen. Dort werden, wie beim Programm Antolin, das es an den Schulen schon seit Jahren gibt, Fragen zu den Büchern gestellt. „Wenn mal eine Frage nicht beantwortet wird, ist es nicht so schlimm“, sagt Henck-Lecke. Bis Ende Oktober haben die Schüler Zeit, die Bücher zu durchstöbern, zu lesen und sich von ihnen gefangen nehmen zu lassen. Dann muss der Lesepass ausgefüllt sein. Unter denen, die an der Aktion teilnehmen, werden dann Buchgutscheine verlost. Neue Nahrung für die Leseratten, sozusagen. „Wir wollen möglichst viele rattige Leseratten“, macht Susanne Lux den Schülern Mut, bei der Aktion mitzumachen. (mrß)

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