Grönemeyer begeisterte zum Hessentag-Abschluss mit einem Mix aus alten und neuen Stücken

Herbert macht sie alle glücklich

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Hofgeismar. Der Hessentag in Hofgeismar verabschiedete sich mit einem starken Konzert bei besten Temperaturen: Laue Sommerluft, über 10.000 Besucher und auf der Bühne ein rockender, vor guter Laune und Energie strotzender Herbert Grönemeyer, der seinen Stücken stets einen Kommentar oder ein Späßchen voranstellte.

Begleitet von bis zu sieben Musikern begeisterte der 59-jährige am Sonntag mit seiner Band das Publikum. Grönemeyer rockte, tanzte, scherzte und wechselte zwischen Gitarre und Keyboard.

Auch die Dramaturgie seines Konzertes überzeugte: Stücke aus seinem aktuellen Album „Dauernd Jetzt“, begleitet von Sprüchen wie –„laut der Zeitschrift Bäckerblume kommen die Leute in meine Konzerte, weil ich so gut tanzen kann“ – und alte Hits mixte der Kultmusiker, der 1984 mit dem Stück „Bochum“ den großen Durchbruch hatte.

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Auch in seinen Kommentaren zeigte sich Grönemeyer vielseitig: Selbstironie beim Stück „Unser Land“ - „ich denke unaufhörlich und rede ebenso viel Blödsinn“, Individualität beim Stück „Uniform“ – „das Schöne am Menschen ist, dass man ihn nicht digitalisieren kann“. Die neuen Stücke erreichten das Publikum, begeisterten es aber nicht. Zwischendurch Sprüche: „Ich bin ein Westfale, der Lieder macht, die die Welt nicht braucht und ich wird‘ mich heute noch oft verlieben.“

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Ab Mitte des Konzertes ging die Stimmung in Euphorie über. Der Grund: Immer mehr Ohrwürmer aus früheren Zeiten fädelte Grönemeyer in sein Programm: Erst „ Bochum“, dann“ ein Stück vom Himmel“, dem er den Kommentar voranstellte: „Vor zwei Jahren glaubten alle, alles geht in Ordnung, nun glaubt jeder, alles bricht auseinander.“

Wenig später: „Ein Stück über schräge Typen wie mich – Männer. Wieder schossen die Arme in die Höhe, kaum einer, der nicht mitsang. Auch seine gefühlvollen Nummern fehlten nicht: „Ein Stück vom Himmel“, „ Der Weg“, „Flugzeuge im Bauch“ – kollektives Schwärmen und Kuscheln.

Auf die „Currywurst“ hatte er keine Lust, „sing ich nur noch volltrunken“, wohl aber auf weitere Klassiker: „Sie mag Musik nur, wenn sie laut ist“, „ Mensch“, „Vollmond“. Das Publikum sang kräftig mit und bedankte sich lautstark.

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Von Steve Kuberczyk-Stein

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