3600 Euro Spende: Bauwagen für Kleeblatt-Camp

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Zweiter Bauwagen für die Kleeblatt-Gruppe: Joachim Bertelmann, Vorstandsvorsitzender der BDKS (3. von links), freut sich ebenso wie die Betreuer und Mitglieder der Gruppe über die von Geschäftsführer Alexander Schmidt (5. von links) überreichte Spende der Bürgerstiftung.

Hofgeismar. Auf dem Hofgut der Baunataler Diakonie BDKS in Hofgeismar werden auch Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen sowie „besonders herausforderndem Verhalten" betreut.

Das Kleeblatt-Projekt wurde vor vier Jahren gegründet. Jetzt hat die Bürgerstiftung für Stadt und Landkreis Kassel 3600 Euro für das Projekt gespendet. Mit dem Geld wurde ein neuer zweiter Bauwagen angeschafft. Der soll unter anderem als Zufluchtsort und Ruhestätte dienen.

Das Kleeblatt-Projekt besteht zur Zeit aus zehn Menschen mit Behinderung und herausforderndem Verhalten, die in zwei Gruppen von den Mitarbeitern intensiv betreut werden.

„Der Outdoorgedanke steht bei diesem Projekt sehr im Mittelpunkt, wir versuchen, mit erlebnispädagogischer Arbeit den ausschließlich jungen Menschen den Sinn des Lebens zu beweisen und ihnen neue Aufgaben, die sie bewältigen können, zu geben“, sagt Dr. Andreas Brachmann, Geschäftsbereichsleiter Wohnen der BDKS. Dabei helfe der Bauwagen sehr, da die Kinder und Jugendlichen so nicht nur an der frischen Luft seien, sondern auch ein bestimmtes Ziel vor Augen hätten, das es zu erreichen gilt. „Durch dieses Konzept kann sogar oft auf Medikamentenvergabe verzichtet werden“, sagt Brachmann.

Der mobile Wagen wird alle paar Wochen mit dem Traktor an andere Standorte gebracht, sodass die Teilnehmer immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt werden. Dadurch sollen sie lernen, die Umwelt experimentell zu erkunden und auch nach ihren Bedürfnissen zu formen. Das soll das Selbstbewusstsein und die Selbstsicherheit stärken. Das Kleeblatt-Projekt hat im Jahr 2013 den Elisabeth-Preis erhalten. Dieser zeichnet außergewöhnliche Hilfsprojekte im Bistum Fulda aus. „Diese Auszeichnung ist eine besondere Wertschätzung der schweren, harten Arbeit der Mitwirkenden, die oftmals über Jahre hinweg erst Veränderungen der Beeinträchtigungen zeigt“, sagt Joachim Bertelmann, Vorstandsvorsitzender der BDKS.

Das Geld für die Spende der Bürgerstiftung stammt von einer verstorbenen Frau. Deren Anliegen sei gewesen, besonders bedürftigen Menschen zu helfen, sagt Alexander Schmidt, Vorsitzender der Bürgerstiftung. „Wir erfüllen ihren letzten Willen gerne“, so Schmidt, „das Geld ist hier perfekt aufgehoben.“

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